Neue Sicht mit LED-Licht

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Kassel. Die Stadt wird in den kommenden Jahren die alten Quecksilberdampf-Leuchten gegen moderne LED-Laternen austauschen.

Kassel. Damit in der Stadt zukünftig nicht die Lichter ausgehen, wollen die Stadt Kassel sowie die Städtische Werke Netz und Service GmbH (NSG) einen neuen Beleuchtungsvertrag abschließen.

Wichtigstes Ziel des Vertrags ist es, die Straßenbeleuchtung von Kassel in den kommenden 20 Jahren zu erneuern und die jährlichen Ausgaben auf einem gleichbleibendem Niveau zu halten", erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. Notwendig wird diese Maßnahme unter anderem durch eine EU-Verordnung. Denn ab 2015 werden die Quecksilberdampf-Leuchten vom Markt genommen. In Kassel sind davon rund 11.000 Laternen betroffen.

"Ein weiterer Grund ist das hohe Alter vieler Laternen. Sie wurden in den sechziger und siebziger Jahren errichtet und sind daher in einem entsprechend schlechten Zustand", erklärt Frank Breitbart vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, der vor allem für die Beleuchtung in Kassel zuständig ist.

Rund 5 Millionen Euro wird die Stadt pro Jahr an die NSG zahlen, soviel wie bisher. Davon werden 1,4 Millionen Euro für die Umrüstung verwendet. Die restliche Summe wird für die Wartung und Strom verwendet. Die Pläne für die Erneuerung werden jährlich zwischen der Stadt und der NSG abgestimmt.

"Dadurch verhindern wir einen Investitionsstau bei unserer jahrzehntealten Straßenbeleuchtung und bekommen als Stadt eine Kostensicherheit", so Nolda.

Langlebig und sparsam

Nach und nach werden die Quecksilberdampf-Leuchten gegen LED-Lampen ausgetauscht.

"Diese Lampen bringen viele Vorteile mit sich. So halten sie etwa dreimal so lange und sparen bis zu 60 Prozent Strom", so Frank Breitbart.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Umrüstung ist die Ausleuchtung der Straßen und Gehwege.

"Dank der LED-Technik können wir die Gehwege und Straßen in Kassel künftig wesentlich besser als bisher ausleuchten", so Nolda. Zudem soll die Zahl der Laternen insgesamt erhöht werden.

Der Beleuchtungsvertrag selbst wird derzeit in den städtischen Gremien beraten und soll am 18. November im Stadtparlament behandelt werden.

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Nicht einheitlich

Kassel. In Kassel selbst werden unterschiedliche Laternen verbaut, je nachdem wie groß der auszuleuchtende Bereich ist. So werden in schmalen Anliegerstraßen andere Lampen verbaut als auf den großen mehrspurigen Verkehrsadern der Stadt. In einem Katalog zwischen Stadt und NSG ist geregelt, welche Leuchten verbaut werden dürfen. "Zudem testen wir alle Modelle mindestens ein halbes Jahr auf ihre Eignung", erklärt Frank Breitbart vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Jede neue Laterne kostet mit Installation durchschnittlich 3.000 Euro, wird nur die Leuchte ersetzt sind es rund 500 Euro.

Licht an

Kassel. Nachts könnte mit der Umrüstung zukünftig in allen Straßen das Licht brennen bleiben. Allerdings könnte dann das Licht herruntergedimmt werden, damit die Ausleuchtung durchgängig bleibt. "Wir müssen uns hier jedoch erst einen vollständigen Überblick der Situation verschaffen", so Frank Breitbart. Ausnahmen bilden Plätze, wie am Auestadion, wo auch zukünftig das Licht nur bei Veranstaltungen punktuell zugeschaltet wird.

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