Neue Skaterhalle am Caldener Flüchtlingslager in Planung

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Kurt U. Heldmann (RP), Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz, Projektleiter Tobias Egelkamp (Stiftung skate-aid), Projektentwickler Heinz W. Jordan und Carl-Michael Geisler (Titus) freuen sich auf das Skateprojekt an der Flüchtlingsunterkunft in Calden. Fotos: Can

Ab Februar soll die ehemalige Halle der Fallschirmspringer am Caldener Flüchtlingslager als Skaterpark umgebaut werden.

Calden. Kinder und jugendliche Flüchtlinge in der Caldener Erstaufnahmeeinrichtung bekommen eine Skaterhalle. Diese soll auch für die Jugend der Region zugänglich sein und die Integration fördern. Möglich wird dieser Begegnungsort durch den Umzug der Aero Fallschirmsport GmbH.

Mit ca. 600 Quadratmetern bietet die ehemalige Springerhalle gute Voraussetzungen, um dort den Skaterpark zu errichten. Die Projektkoordination hat Heinz Jordan übernommen: "Eigentlich hatte meine Frau die Idee, ich habe nur Kontakte vermittelt. Es hat auch etwas Symbolisches: Wer skatet, fällt hin und muss wieder aufstehen. Wichtig ist, dass wir was bewegen in Deutschland. Das sollte jeder tun, der die Chance dazu hat", sagt er.

Die fachliche Betreuung hat die Stiftung skate-aid übernommen. Projektleiter Tobias Egelkamp freut sich über die guten Rahmenbedingungen – viel Platz, keine Säulen und guter Bodenbelag. "Zunächst werden kleinere Elemente eingebaut, die auch mit anderen fahrbaren Spielgeräten zu nutzen sind. Wir wollen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 25 Jahren erreichen", sagt er.

Um die Interessen großer und kleiner Kinder zu vereinbaren, werden morgens die jüngeren Flüchtlingskinder in der Halle sein. Am Nachmittag ist sie offen für alle. Geplant sind dann regelmäßiger Unterricht und Workshops, zum Erlernen der Sportart. Über die Stiftung skate-aid werden Boards und Schutzkleidung zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter für den Unterricht kommen von Titus. Das Regierungspräsidium begrüßt das Projekt und warnt sogleich: "Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der neu entstehende Skate-Park auch von Kindern und Jugendlichen aus Calden und Umgebung genutzt werden kann." So soll dem Eindruck vorbeugt werden, die Geflüchteten bekämen "alles, während für die einheimische Bevölkerung nichts an sozialen Angeboten zur Verfügung gestellt wird".

Ab 15. Februar wird gebaut und das planmäßig mit möglichst vielen Jugendlichen gemeinsam. Bereits dann können Freundschaften entstehen zwischen den Flüchtlingen und der Caldener Jugend. Finanziert wird das Skateprojekt durch Spenden von Sponsoren. Die Kosten werden auf rund 14 000 Euro pro Jahr geschätzt. Eine Erweiterung durch eine große Halfpipe würde weitere 5 000 Euro kosten.

Wer gebrauchte Geräte spenden möchte, wendet sich an: heae-ehrenamt@rpks.hessen.de

+++EXTRA INFO+++

Was ist skate-aid?

Titus Dittmann gründete die Stiftung skate-aid und fördert damit Kinder- und Jugendprojekte auf der ganzen Welt. Mit seiner Handelskette "Titus" ist er der größte Anbieter für Skateboardausrüstung in Deutschland. Bekannt ist die Stiftung inzwischen auch durch den weltweiten Bau von Skatehallen.

In der ursprünglichen Version des Artikels hieß es fälschlicherweise, dass die Skatehalle in Rothenditmold auch von Titus betrieben wird. Diese wird allerdings von verschiedenen Vereinen (Mister Wilsen u.a.) betrieben. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. Danke für den Hinweis an den Kommentator.

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