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Neujahrsempfang der Stadt Kassel mit einigen Überraschungen

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Von: Victor Deutsch

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"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen." Mit dem Zitat aus der Erzählung "Der kleine Prinz" des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry zeichnete Oberbürgermeister Christian Geselle beim Neujahrsempfang 2019 im Rathaus vor rund 1400 Gästen die großen strategischen Ziele für die Stadt Kassel voraus.

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Kassel. Die nächtlichen Arbeiten mit schwerem Gerät, das bundesweite Medieninteresse – „Und einige haben sich dabei ein paar blaue Flecken geholt“: Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle muss vom umstrittenen Abbau des Obelisken auf dem Königsplatz reden, da waren sich fast alle 1400 Zuhörer beim Neujahrsempfang der Stadt Kassel einig. Die Pointe, die der Oberbürgermeister mit seinem überraschenden Schwenk zur Eisrutsche lieferte, saß – die Lacher folgten prompt.

 Beste Stimmung also im „besten Zuhause“ – den Wahlkampf-Slogan von Geselle gab's dieses Mal als Anstecker und natürlich auch häufig in seiner Rede. Die war mit kleinen Video-Sequenzen mindestens so schön geschmückt wie das Rathaus-Geländer mit den blau-weißen Luftballon-Trauben.

„Wir wollen das Wohnen der Zukunft, die Mobilität der Zukunft, die Arbeit und Bildung der Zukunft und die Digitalisierung in unserer Stadtmöglich machen", erläuterte Geselle den Strategieprozess innerhalb der Stadtverwaltung.

Im Einzelnen ging er auf die Schul- und Rathaus-Sanierung ein, versprach einen autofreien Tag, an dem die Straßen allein den Radlern gehören und beleuchtete die Chance einer Straßenbahn-Anbindung von Harleshausen im Zuge der Drei-Brücken-Sanierung.

 Für einen Gänsehaut-Moment sorgte die Auszeichnung von Ursula Schultz (95) als Baumeisterin. Eine Ehrung für jene, die sich besonders um Kassel verdient gemacht haben. Die damals 20-Jährige half in den Nachkriegsjahren beim Wiederaufbau der durch den Krieg stark zerstörten Stadt. "Sie stehen stellvertretend für die Menschen in den Nachkriegsjahren, die halfen, unsere Stadt wieder bewohnbar, lebenswert zu machen und die Grundsteine für unser heutiges Zuhause legten.", ehrte Geselle die Trümmerfrau unter tosendem Applaus.

Weitere Baumeister-Titel gingen an Prof. Dr. Clemens Hoffmann (Leiter Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik),

die Musiker Timo und Nina Israng, Oliver Schenk, Julian Schambach und Timo Färber, (bekannt als Dark Vatter un sinne Combo),

Kinderfeuerwehrwärtin Alexandra Emde und Stadtbrandinspektor Jörg Straßer (stellvertrend für die 240 Frauen und Männer und viele Kinder und Jugendlichen in den sieben Freiwilligen Feuerwehren der Stadt)

 sowie Inès Hallouz und Michelle Gancarz (seit frühester Kindheit im Rollstuhl sitzend wurde Gancarz zum Deutsche Sportabzeichen gecoacht).

Übrigens: Die Stadt Kassel hatte neben dem üblichen straubtrockenem Gebäck auch Ahle Wurst und Toastkreationen (von "Simply Toast") aufgetischt. Die kulinarische Kombination aus Tradition und Trend hätte in ihrer Symbolik das Image der Stadt Kassel nicht besser treffen können.

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