Neujahrsempfang der Stadt: "Kassel ist auf Rekordkurs"

+
Oberbürgermeister Christian Geselle.

Nie zuvor kamen so viele Besucher nach Kassel, die Gewerbesteuer ist so hoch wie nie: Das waren nur zwei Themen, über die Oberbürgermeister Christian Geselle auf dem Neujahrsempfang der Stadt Kassel sprach.

Kassel. Kassel ist auf Rekordkurs: Im Jahr 2017 kamen so viele Besucher wie nie zuvor in die Stadt. Die Erträge aus Gewerbesteuer sowie Einkommenssteuer sind so hoch wie nie, und noch nie hat die Stadt Kassel auf einen Schlag so viele Schulden abgetragen wie im vergangenen Jahr.

Bildergalerie des Neujahrsempfangs: Kassel auf Rekordkurs 

 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski
 © Soremski

Diese historischen Höchstwerte hat Oberbürgermeister Christian Geselle beim Neujahrsempfang der Stadt Kassel am Samstag im Rathaus vermeldet. Nach vorläufigen Berechnungen belaufen sich die Erträge aus der Gewerbesteuer auf über 170 Millionen Euro und übertreffen den bisherigen Höchststand des Jahres 2013 . Doch n icht nur den Unternehm en gehe es gut, sondern auch immer mehr Menschen in Kassel. So hat der kommunale Anteil an der Einkommenssteuer mit 93,1 Millionen Euro im Jahr 2017 ein Rekordniveau erreicht. „Das ist der Beweis dafür, dass die wirtschaftliche Dynamik direkt auch in den Geldbe uteln vieler Menschen in unserer Stadt angekommen ist und nicht nur bei einigen wenigen“, freute sich Geselle.

„Mit einer aktiven Ansiedlungspolitik wollen wir unseren Wirtschaftsstandort weiter stärken.“ Zentrales Projekt ist dabei der derzeit 76 Hektar große Gewerbepark in Niederzwehren, der bis Ende 2020 um weitere 25 Hektar wachsen soll. Nach vorläufigen Erhebungen gab es im documenta - Jahr 2017 erstmals in der Geschichte Kassel s über eine Million Übernachtungen, gab Geselle bekannt . „Das zeigt, dass der Tourismus in Kassel zu einem wesentlichen Faktor der überaus positiven Entwicklung unserer Stadt geworden ist.“ Lebenselixier der documenta Oberbürgermeister Geselle betonte die besondere Stellung der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst für die bisherige und künftige Entwicklung Kassels: „Ziel muss es sein, die documenta zu stärken, sie zeitgemäß auszustatten und zukunftsfähig zu machen. Wir haben jetzt die Pflicht, zugleich aber auch die Chance, der documenta eine neue Perspektive und eine solide Basis zu geben.“ Im Rückblick sei die documenta 14 nicht nur wegen der finanziellen Krise mit drohender Zahlungsunfähigkeit der documenta gGmbH zukunftsweisend gewesen: „Krisen und Brüche bergen nicht nur Chancen in sich – sie sind sogar das Lebenselixier der

der documenta. Die documenta vermag es, sich immer wieder neu zu erfinden. “Zum wiederholten Mal betonte Geselle: „Ein Grundpfeiler der documenta ist die künstlerische Freiheit – Überraschungen stets inbegriffen. Die documenta ist in Kassel entstanden, sie hat sich in Kassel und aus Kassel heraus entwickelt, und sie ist und wird für immer untrennbar und unübersehbar mit unserer Stadt verbund en sein . Wir sind wohl selbstbewusst genug, um nicht immer wieder betonen zu müssen, dass Kassel die documenta - Stadt ist. “Demnächst werde eine neue hochkarätig besetzte Findungskommission mit ihrer Suche nach einer künstlerischen Leitung für die documen ta 15 im Jahr 2022 beginnen , kündigte Geselle an. „Unterdessen werden wir prüfen lassen, ob und an welchen Stellen das gemeinnützige Unternehmen documenta besser ausgestattet werden muss – in organisatorischer, finanzieller wie auch personeller Hinsicht.“ „In Kassel sollen alle Generationen gut miteinander leben.

52,7 Millionen Euro Schulden abgebaut

Dazu gehört es auch, unseren Kindern die Bürde der Altschulden zu erleichtern“, betonte Kassels Oberbürgermeister. Einen wesentlichen Schritt ist die Stadt dabei im vergangenen Jahr vorangekommen. Allein 2017 schrumpfte der Schuldenberg um 52,7 Millionen Euro – so viel wie nie zuvor. Insgesamt baute die Stadt Kassel in den vergangenen drei Jahren rund 121 Millionen Euro an Schulden ab. „Das ist eine enorme Leistung, w enn man sich vor Augen führt, dass die Verschuldung der Stadt im Jahr 2012 noch bei 743 Millionen Euro lag“, erläuterte Geselle. „Darauf bin ich als Oberbürgermeister und Finanzdezernent sehr stolz und dankbar.“ Aktuell liegt der Schuldenstand der Stadt Ka ssel bei rund 400 Millionen Euro. 161 Millionen Euro für Kassels Schulen Zugleich sei es im vorigen Jahr gelungen, zusätzlich 41 Millionen Euro zu investieren, ohne dafür Kredite aufnehmen zu müssen. Kassels Oberbürgermeister kündigte weitere Anstrengungen und Modernisierungen an. Mit Hilfe von Bund und Land wird die Stadt Kassel ab diesem Jahr zusätzlich gut 31 Millionen Euro in die Schulen investieren. Knapp 130 Millionen Euro wurden bereits in den vergangenen zehn Jahren investiert. „

In Addition bedeutet das 161 Millionen Euro für Kassels Schulen“, sag te Geselle. „Wir haben schon viel erreicht, müssen aber weiter am Ball bleiben . Das ist eine Aufgabe, die wir als Kommune nur gemeinsam mit Land und Bund stemmen können.“ Auf Rekordniveau sind in Kassel auch die Einwohnerzahlen. Im Jahr 2017 wuchs die Stadt um 2.100 auf mittlerweile über 204.000 Einwohner. 4.486 Kinder erblickten im vergangenen Jahr in Kassel das Licht der Welt – die höchste Geburtenzahl seit 1971. „Unsere Stadt ist attraktiv – hier lässt es sich eben gut leben“, sagte Geselle. „Viele Menschen wollen in Kassel wohnen, weil es hier Arbeit gibt und sie eine Perspektive sehen.“ Während seiner Rede beim Neujahrsempfang würdigte Oberbürgermeister Geselle Menschen, die sich im vergangenen Jahr besonders um Kassel verdient gemacht haben . „Jeder einzelne von ihnen hat einen wesentlichen Beitrag für das Leben in unserer Stadt ge leistet. Kurzum, sie sind Baumeister und helfen und begleiten uns mit großem Einsatz und beispielhaftem Engagement auf dem Weg zum besten Zuhause.“

Die Baumeister 2017: Nach der liebevollen Sanierung durch die neuen Inhaber Uwe Kleinkauf, Kirstin Homburg - Kleinkauf und Gastronom Rainer Holzhauer wurde der Renthof zu einem neu entstandenen Juwel und einer Bereicherung für Kassel. Geselle bezeichnete den sanierten Renthof als „zurückgewonnene Seele der Altstadt“, die durch die heftigen Luftangriffe in der Bombennacht am 22. Oktober 2018 vor 75 Jahren so stark zerstört wurde. Sabrina Bialke ist eine von rund 20 ehrenamtlichen Alltagshelfern, die im Nachbarschaftshilfeverein Piano e.V. der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG Menschen mit Fluchthintergrund als Paten helfen. Stellvertretend für die vielen Bürgerinnen und Bürger, die geflüchteten Menschen, aber auch den sozial Schwachen und Bedürftige n zur Seite stehen, ehrte Oberbürgermeister Christian Geselle Sabrina Bialke: „ Eine Gemeinschaft hat nur eine gute Zukunft, wenn das soziale Miteinander funktioniert. Sie sind eine Baumeisterin, die mit ihrem Engagement unser Kassel lebens - und liebenswert macht.“ Ein bundesweit strahlender Leuchtturm ist das Schülerforschungszentrum Nordhessen. Dort waren die beiden Schüler Hannah Kramer und Leon Kausch so erfolgreich, dass sie Landessieger beim Wettbewerb „Jugend forscht“ erhielten. Im Fachgebiet Biologi e haben die Schülerin der Engelsburg und der Schüler der Elisabeth - Knipping - Schule mithilfe eines selbst gebauten A nalysebootes die Regeneration der Wasserqualität des Bugasees untersucht. „Ihr Vorschlag , den See auszubaggern, um nährstoffreichen Bod en zu entfernen und somit das Wachstum von Blaualgen einzudämmen, wurde im vergangenen Sommer vom Umwelt - und Gartenamt in einzelnen Strandbereichen teilweise umgesetzt.“

 Am 21. Juni 2017 brach in Bettenhausen ein Großfeuer aus, bei dem eine Frau ihr komplettes Hab und Gut verlor. Mehr als 30 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, rund 200 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk waren über Stunden im Einsatz . In der Brandnacht öffnete Alberto Jaber, Wirt der benachbarten Gaststätte „Fosters Garden“ sein Lokal und bot den evakuierten Anwohnern und erschöpften Einsatzkräften eine Zufluchtsstätte. Außerdem initiierte er eine Spendenaktion für die wohnungslos gewordene Anwohnerin. „Für Alberto Jaber war es selbstverständlich, uneigennützig und schnell zu helfen, für Ihre Mitmenschen in der Not da zu sein. Solche Bürger, solche Nachbarn braucht es in unserer Stadt “, würdigte Geselle

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Jungfernkopf: Professionelle Auto-Diebe klauen schwarzen BMW 530i

In der Nacht zum Montag klauten professionelle Autodiebe im Kasseler Stadtteil Jungfernkopf einen BMW 530i. Die Polizei bittet nun um Hinweise.
Jungfernkopf: Professionelle Auto-Diebe klauen schwarzen BMW 530i

Unbekannter legt Feuer in Toilettenhäuschen

Am Sonntag legte ein Unbekannter im Toilettenhäuschen am Papingplatz Feuer, weshalb die WC-Anlage nun außer Betrieb gesetzt ist. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Unbekannter legt Feuer in Toilettenhäuschen

Fahrgast verletzt: BMW-Fahrer soll Linienbus ausgebremst haben

Auf der Wolfhager Straße soll ein BMW-Fahrer einen Linienbus ausgebremst haben. Ein Fahrgast wurde dabei verletzt, die Polizei sucht daher nach Zeugen.
Fahrgast verletzt: BMW-Fahrer soll Linienbus ausgebremst haben

Wehlheiden: Einbruch in Lebensmittelladen auf der Wilhelmshöher Allee

Am frühen Samstagmorgen ereignete sich ein Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft im Kasseler Stadtteil Wehlheiden.
Wehlheiden: Einbruch in Lebensmittelladen auf der Wilhelmshöher Allee

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.