Neustart nach Insolvenz: Dank Spenden ist kafa wieder voll dabei

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Kassel. 2013 ist das Familienzentrum zum Opfer dreister Online-Betrüger geworden, 176.000 Euro waren weg. Jetzt helfen 34.500 Euro aus Spenden weiter.

Kassel. Das letzte Jahr darf das Kasseler Familienzentrum (kafa) endlich zu den Akten legen. Nach der dreisten Online-Abzocke, bei der Internetbetrüger im Sommer 2013 ganze 176.000 Euro vom Vereinskonto ergaunert hatten, blieb dem kafa nichts anderes übrig als Insolvenz anzumelden (EXTRA TIP berichtete). Jetzt ist das Insolvenzverfahren abgeschlossen, einem Neustart steht nichts mehr im Weg. Zwar startete das Familienzentrum ohne Belastungen ins neue Jahr, jedoch auch ohne eigene finanzielle Mittel. Damit die Arbeit der rund 60 Mitarbeiter fortgeführt werden kann, schlossen sich einige engagierte Kasseler zusammen, um den Helfern zu helfen: Mit 34.500 Euro für den Neustart.

Viele Sorgen endlich weg

"Wir hatten viele Sorgen letztes Jahr. Nach einem beispiellosen Internetbetrug haben wir es endlich überstanden", sagte Vorstandsvorsitzender des kafa, Volker Horn. Vor allem sind Horn und kafa-Geschäftsführerin Alexandra von Aschoff über die große Unterstützung des Landkreises und der Stadt Kassel froh und dankbar. "Der Landkreis hat uns weiterhin mit Aufträgen bedacht. Ohne diese hätten wir den Laden zu machen können", betonte Horn. Der Landkreis sei erschrocken und erschüttert gewesen über den Online-Betrug. Zweifel an der Qualität und Rechtmäßigkeit der Arbeit im kafa habe es jedoch nie gegeben, sagten Sabine Scherer (Jugendamt Landkreis Kassel) und Ute Pähns (Leiterin des Sozialamtes Stadt Kassel).

Ganz besonderer Dank galt neben der Familie Heitmann aus Kaufungen (Spende über 10.000 Euro) und Familie Kesch (5.000 Euro) jedoch GWG-Geschäftsführer Peter Ley: "Er aquierierte Spenden in Höhe von 19.500 Euro. Es ist schon etwas Außergewöhnliches, mit so großem Engagement zu kämpfen", so Alexandra von Aschoff."kafa ist keine bloße Behörde, hier arbeiten Menschen für Menschen. Als dieses Ding passierte, war Spontanität gefragt. Und wenn ich jetzt die Familien und Kinder im Warteraum sehe, bestätigt das unseren Einsatz", sagte Peter Ley.

Spontan und hilfsbereit

Der Einsatz fiel keinem der Spender schwer: So verzichteten die Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerbüros Strecker, Berger und Partner auf Weihnachtsgeschenke und spendeten 5.000 Euro. Die Mitarbeiter der GWG brachten ihren Geldwert von Überstunden ein und steuerten auch 5.000 Euro bei.  Die Gothaer Bezirksdirektion unterstützt kafa mit 2.000 Euro, der Rat der Ehrenritter mit 2.500 Euro, Johannes Fehr GmbH & Co. KG und Kraft RecyclingGmbH spendeten jeweils 2.500 Euro.

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