Nicht auf dem Feld: Salat wächst im Container-
Vertikale Farm an der Offenen Schule Waldau eröffnet

Kümmern sich ums Gemüse: Biologie-Student Jan Bonas , Chabeli Pardo Schleuning und Joshua Wohkitel von der Klasse 8f kümmern sich um die Ernte.
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Kümmern sich ums Gemüse: Biologie-Student Jan Bonas , Chabeli Pardo Schleuning und Joshua Wohkitel von der Klasse 8f kümmern sich um die Ernte.

Kassel Von außen sieht er etwas trist aus, doch demnächst soll er von documenta-Künstlern gestaltet werden: Der See-Container auf dem Schulhof der Offenen Schule in Waldau. Im Inneren wird derweil schon fleißig geernet. Denn in der ersten Vertivcal Farm in Kassel können bei Vollauslastung bis zu 500 Salatköpfe pro Woche geerntet werden.

Initiert wurde das Projekt der Offene Schule Kassel-Waldau in Zusammenarbeit mit Most Gartenlandschaften der documenta fifteen, GWGpro und unter Beteiligung von Smart Kassel.

Die Samen für die gezogenen Pflanzen stammen zum Teil aus den Heimatländern der Partnerschulen in Belgien, Griechenland, Schweden, der Slowakei und Spanien, mit denen die Offene Schule in einem Erasmus-Projekt der Europäischen Union zusammen-

Wird demnächst noch von documenta-Künstlern verschönert:. Der alte Seecontainer, in dem sich die vertikale Farm befindet.

arbeitet. Die Schüler bauen das Gemüse selbst an, beteiligen sich am Vertrieb der Ernte und tauschen auch ihr Wissen untereinander sowie mit der Öffentlichkeit aus.

Das Besondere ist, dass der Anbau in einem ausrangierten See-Container und nicht wie üblich flach auf dem Boden, sondern unter Einsatz neuester Landwirtschaftstechnologie vertikal angelegt ist. Dieses Vorgehen ist besonders effizient, nachhaltig und ein gutes Beispiel für innovative Kreislaufwirtschaft im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Die vertikale Farm erzeugt auf 30 m² Fläche so viel Salat und Gemüse wie eine Ackerfläche von 6.000 m² und verbraucht dabei nur 15 Liter Wasser pro Tag. Die Schüler ernten über das ganze Jahr hinweg jeweils sieben Wochen nach der Aussaat. Der Container schützt die Produkte gegen äußere Einflüsse. Danach wird ein Teil der Ernte in der Mensa der Schule verarbeitet. Transportwege fallen somit nicht an. Dadurch, dass die Luft im Container gefiltert wird und die Pflanzen nicht in Erde wachsen, sind die geernteten Produkte ungewaschen verzehrbar. Außer Arbeit spart das Wasser. Die Produkte sind außerordentlich wohlschmeckend, da die Pflanzen unter optimalen Bedingungen wachsen.

Die Schüler werden bei Ihrer Arbeit mit osVVertical von einer Agrarwissenschaftlerin und einem Biologiestudenten unterstützt, die als erwachsene Verantwortliche regelmäßig im und mit dem Container arbeiten. Um das Projekt dauerhaft finanzieren zu können und möglichst wenig Abfall zu produzieren, verkauft die Offene Schule Kassel-Waldau den Überschuss der Ernte an die Schulgemeinde, gastronomische Betriebe.

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