Polizei klärt auf: Die grüne Droge Cannabis

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Im Jahr 2016 gab es in Kassel 490 eingeleitete Verfahren wegen des Besitzes von Cannbis.

Einige Fakten und Zahlen zu dem grünen Rauschgift, dessen Besitz immer zur Anzeige gebracht wird.

Kassel. Cannabis wurde am 10. März 2017 in Deutschland legalisiert, um bestimmten Schmerzpatienten, bei denen keine andere Therapie mehr greift, Schmerzen zu lindern. Auch die Apotheken in Kassel händigen das Gras auf Rezept aus. Mehr dazu hier.

Nachtragend nun eine allgemeine Information über den Besitz von Cannabis und die Folgen. „Nach dem Betäubungsmittelgesetz ist es nach wie vor eine Straftat, Betäubungsmittel zu besitzen, unabhängig von der Menge. Da für die Polizei Strafverfolgungspflicht besteht, wird unabhängig von der Menge immer eine Strafanzeige vorgelegt.“ erklärt Jürgen Wolf, erster Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Straflosigkeit wegen Selbstschädigung

„Der Selbstkonsum von Betäubungsmitteln ist in Deutschland grundsätzlich straflos. Diese Strafbarkeitsausnahme ist die einzige im Umgang mit Betäubungsmitteln. Der Verbrauch wurde straffrei gelassen, weil das Prinzip der Straflosigkeit von Selbstschädigung gilt. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Strafloigkeit des Eigenkonsums auf keinen Fall mit dem Besitz von Betäubungsmitteln zum Eigenkonsum verwechselt werden darf. Dieser ist, entgegen weitverbreiteter Ansicht, grundsätzlich strafbar. Wenn man beispielsweise in einer Runde sitzt und einen Joint raucht und ihn an den Besitzer zurückgibt, ist dies der klassiche straffreie Konsum“ so Wolf.

Im Jahr 2014 gab es in Kassel 465 eingeleitete Strafverfahren wegen des Besitzes von Cannabis, 2015 waren es 444 und im Jahr 2016 waren es 490 eingeleitete Verfahren.

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