Noch füllen Niederländer die Hotels

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Kassel. Kaufkräftige Russen sorgen für Reise-Boom. Kassel Marketing: "Trend bei uns noch nicht spürbar".

Kassel. Nur ein geringer Teil der russischen Bevölkerung lebt auf westlichem Niveau.  Aber wer Geld hat, der gibt es offenbar gerne aus. Vor allem Reisen stehen bei der kaufkräftigen Mittelschicht hoch im Kurs: Wie eine aktuelle Studie des Buchungsportals Hotels.com belegt, steigen die Übernachtungen russischer Gäste rasant an. Waren es 2009 noch 1,2 Millionen, konnten 2012 in Deutschland bereits 2,3 Millionen Übernachtungen registriert werden.

Hoffen auf die Zukunft

Ein Trend, von dem Kasseler Hoteliers noch nicht profitieren. "Wir verzeichnen keinen Zulauf russischer Gäste",  so Stefanie Gude vom Hotel Gude. Gleiches gilt für das Hotel Days Inn, ehemals Hessenland. "Wir haben selten russische Gäste. Die zieht es eher in die Großstädte. Aber es wäre schön, wenn sie vielleicht in Zukunft einen Abstecher nach Kassel machen. Immerhin ist der Bergpark jetzt Weltkulturerbe", so Betriebsleiterin Patricia Stauch.

Auch bei Kassel Marketing ist vom Russen-Reise-Boom keine Rede: "Den erleben wohl eher Metropolen und Magic Cities wie Baden Baden oder Garmisch. In Kassel gibt es keinen entsprechenden Trend", so Angelika Hüppe, Geschäftsführerin Kassel Marketing. Das belegen auch die Zahlen: Im documenta-Jahr 2012 verbuchte die Stadt Kasse 2.882 Übernachtungen von Reisenden aus der russischen Föderation.  Im Vergleich dazu waren es 11.124 Übernachtungen amerikanischer und 4009 Übernachtungen chinesischer Reisender.  Am beliebstesten ist Kassel nach wie vor bei den Niederländern: 22.129 Übernachtungen konnte Kassel Marketing 2012 verbuchen.

Andere Märkte interessanter

Um das Weltkulturerbe zu promoten, will Kassel Marketing zunächst die Märkte Schweiz, Niederlande, Österreich, Großbritannien beackern, so Angelika Hüppe. Russland stehe mittelfristig nicht auf der Agenda.

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