Nolda zu Fackelteich-Altlasten: Maßnahmen dringend erforderlich

Kleingartenanlage Fackelteich, Bettenhausen Bodenbelastung zu hoch, Sanierung, Blei und Arsen im Boden, neue Untersuchung
+
Kleingartenanlage Fackelteich, Bettenhausen Bodenbelastung zu hoch, Sanierung, Blei und Arsen im Boden, neue Untersuchung

„Die Stadt Kassel nimmt die Sorgen der Mitglieder des Kleingartenvereins Fackelteich sehr ernst“, erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda.

Kassel. "Die Stadt Kassel nimmt die Sorgen der Mitglieder des Kleingartenvereins Fackelteich sehr ernst", erklärt Kassels Stadtbaurat und Umweltdezernent Christof Nolda. Die Stadt werde sich beim Land Hessen dafür einsetzen, dass nun alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden. Nolda: "Dort wo wir als Stadt Verantwortung tragen, werden wir sie wahrnehmen." Das Regierungspräsidium hatte das Gelände des Kleingartenvereins Fackelteich in der Unterneustadt zur Altlast erklärt und den Verein am 4. Juni darüber informiert.

Zum Schutz der Gesundheit der Kleingärtner hatte das zuständige Regierungspräsidium Kassel die bereits seit dem Jahr 1997 geltenden Nutzungsempfehlungen für die Gartenparzellen aktualisiert und den Kleingärtnern übergeben. So sollen beispielweise Gemüse, Salat und Erdbeeren nur noch in Hochbeeten angebaut werden. Kinder sollen nicht auf unbedeckten Bodenflächen spielen. "Für die Nutzer der Kleingartenanlage bedeutet dies einen Einschnitt in ihre gärtnerische Tätigkeit und ist verständlicherweise mit Sorgen verbunden", erklärt Umweltdezernent Christof Nolda. Aufgrund der Informationen seiner Bodenschutzbehörde beim Umwelt- und Gartenamt stelle er aber fest, dass die Entscheidung des Regierungspräsidiums absolut nachvollziehbar und dringend geboten sei. Die gegebenen Nutzungsempfehlungen seien eine angemessene unmittelbare Reaktion gewesen.

Es ist nun Aufgabe des Landes Hessen, die weiteren Schritte zügig vorzubereiten und über Maßnahmen zu entscheiden. Hierzu steht die Stadt in intensivem Kontakt mit dem Regierungspräsidium, erklärt Stadtbaurat Nolda. "Aus meiner Sicht muss flächendec-kend sichergestellt sein, dass die einzelnen Parzellen sowohl gärtnerisch als auch zum Zweck der Erholung risikolos genutzt werden können."Hintergrund: Grundlage für die Altlastenfeststellung durch die zuständige Altlastenbehörde beim Regierungspräsidium Kassel sind deren neuesten Untersuchungen, bei denen die schon in den 90er Jahren festgestellten Belastungen bestätigt und teilweise übertroffen wurden. Durch eine veränderte Gesetzeslage und Änderungen in den Bewertungsgrundlagen ergeben diese Untersuchungen im Unterschied zu damals heute eine andere Einschätzung der Situation.

Lesen sie hier mehr zum Thema!

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mordfall Knorrstraße: Angeklagter muss wegen heimtückischen Mordes lebenslang hinter Gitter

Er hatte die Tat schon gestanden, jetzt sprach die 10. Kammer des Landgerichts das Urteil im Prozess um Maurice K. (27): Heimtückischer Mord.  
Mordfall Knorrstraße: Angeklagter muss wegen heimtückischen Mordes lebenslang hinter Gitter

Eskalation vermeiden: Hessenweites Präventionskonzept gegen Corona-Ausbreitung erlassen

Das Land Hessen erlässt ein Präventions- und Eskalationskonzept zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2.
Eskalation vermeiden: Hessenweites Präventionskonzept gegen Corona-Ausbreitung erlassen

Baustellenzeit in Kassel: Hier wird in den Ferien gebaut - Gleise werden nach 15 Jahren getauscht

Wie sagt man so schön: Ferienzeit ist Baustellenzeit. Und auch wenn Baustellen eher selten schön sind, sie sind notwendig. Wo in den Sommerferien auf Kassels Straßen …
Baustellenzeit in Kassel: Hier wird in den Ferien gebaut - Gleise werden nach 15 Jahren getauscht

Betrunkener Mann zieht sich mitten auf der Straße aus und wirft Unterhose nach Polizisten

Ein auf der Mombachstraße stehender Mann, der sich vor den Augen mehrerer Verkehrsteilnehmer auszog, rief am Montagmorgen die Polizei auf den Plan.
Betrunkener Mann zieht sich mitten auf der Straße aus und wirft Unterhose nach Polizisten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.