Nord: 22-jähriger Drogendealer flüchtet vor Polizeikontrolle

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Am Montagabend hat die Polizei am Holländischen Platz einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen und bei ihm 44 Gramm Marihuana sichergestellt.

Kassel. Zivilbeamte der Operativen Einheit der Kasseler Polizei haben am Montagabend am Holländischen Platz einen 22-jährigen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen und bei ihm rund 44 Gramm Marihuana in verkaufsfertig abgepackten Tütchen aufgefunden.

Sie hatten den Tatverdächtigen zuvor vor der Hauptpost in der Unteren Königsstraße bei einem scheinbaren Drogengeschäft beobachtet und anschließend kontrollieren wollen. Daraufhin ergriff der Mann sofort die Flucht in die nahegelegene Unterführung, wo die Beamten ihn jedoch nach kurzer Verfolgung festnehmen konnten. Auch anschließend versuchte der 22-Jährige noch zu entkommen und wehrte sich heftig gegen seine Festnahme. Er muss sich daher nun wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Wie die Beamten der Operativen Einheit berichten, stellte sich dem flüchtenden 22-Jährigen am Abgang der Unterführung am Holländischen Platz sogar noch eine äußerst couragierte Passantin in den Weg und versuchte ihm den weiteren Fluchtweg zu versperren. Sie hatte offenbar erkannt, dass der Mann vor der Polizei flüchtet. Zwar gelang es dem 22-Jährigen schließlich seine Flucht an der Frau vorbei fortzusetzen, die Beamten konnten ihn aber wenige Meter weiter in der Unterführung stellen und festnehmen. Bei der jungen Frau hatten sie sich leider nicht mehr für ihre große Zivilcourage bedanken können. Sie war zwischenzeitlich weitergegangen.

Den festgenommenen 22-jährigen Algerier, der derzeit in einer Flüchtlingsunterkunft in Hofgeismar wohnt, brachten die Beamten anschließend auf die Dienststelle. Bei seiner Durchsuchung fanden sie dort die 44 abgepackten Tütchen mit jeweils rund einem Gramm Marihuana. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten sie den Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß, da keine Haftgründe gegen ihn vorlagen. Die weiteren Ermittlungen werden beim für Rauschgiftdelikte zuständigen Kommissariat 34 der Kasseler Kripo geführt.

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