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Die Nord-Süd-Achse ist wieder frei

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Alle Fahrstreifen der A 7 bei Göttingen nach Gefahrgut-Unfall wieder freigegeben. Stau-Lage in der Stadt und auf Umleitungsstrecken entschärft sich.

Göttingen. Um 16.15 Uhr hat die Autobahnmeisterei sämtliche Fahrstreifen auf der A 7 bei Göttingen wieder für den Verkehr freigegeben. Seit wenigen Minuten läuft somit auch der Verkehr in Richtung Süden wieder dreispurig.

Bereits eine Stunde zuvor waren die zwei noch gesperrten Fahrstreifen in Richtung Norden wieder freigegeben worden. Seitdem entspannt sich die Verkehrssituation im Stadtgebiet Göttingen spürbar und dürfte sich gegen Abend normalisiert haben. Die Staus auf der Autobahn haben sich ebenfalls nahezu abgebaut.

Unfall auf Umleitungsstrecke - Niemand verletzt

Obernjesa. Auf der Umleitungsstrecke der gesperrten A 7 ist es heute Nachmittag gegen 15 Uhr in Obernjesa (Kreis Göttingen) zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem aber niemand verletzt wurde.

Ein 19-jähriger Golf-Fahrer aus Nordhausen hatte die Landesstraße564 von Dramfeld kommend befahren und wollte an der Einmündung Steintorstraße nach links abbiegen. Dabei übersah er die Vorfahrt einer entgegenkommenden 54-jährigen  Fiesta-Fahrerin aus Göttingen.Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge.  An den beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 12.000 Euro.

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Vorherige Meldung der Polizei

Die Fahrbahnsanierungen auf der nach dem Gefahrgu-Unfall gesperrten A 7 bei Göttingen  stehen vor dem Abschluss. Nachdem ein Fahrstreifen Richtung Norden bereits heute Morgen freigegeben werden konnte, stehen die beiden anderen Fahrstreifen in Richtung Nord in Kürze auch zur Verfügung. Die Arbeiten an den Mittelschutzplanken stehen vor dem Abschluss.

In Fahrtrichtung Süden stehen alle drei Fahrstreifen ab etwa 17 Uhr wieder zur Verfügung. Die Fahrbahndecke ist dort auf rund 200 Meter erneuert worden, das Material muss nur noch aushärten.

Auf den Umleitungsstrecken dürfte sich die Lage gegen Abend dann auch entspannen. Gegenwärtig beträgt die Staulänge in Richtung Süden etwa 1,5 Kilometer, in Richtung Norden ca. 2 Kilometer. Im Stadtgebiet herrscht auf den Hauptverkehrsadern zähfließender Verkehr.

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Vorausgegangene Meldungen der Polizei

Nach dem Gefahrgut-Unfall auf der A 7 bei Göttingen bleibt die Autobahn in beide Fahrtrichtungen weiterhin voll gesperrt. Bisher ist bekannt, dass in Fahrtrichtung Süden ein mit 80 Fässern Aluminiumphosphit beladener Sattelzug aus Flensburg gegen 7.35 Uhr aus unbekannter Ursache die Mittelschutzplanke durchbrochen hat und quer über Nord- und Südfahrbahn auf die Seite kippte. Ein in Richtung Norden fahrender PKW aus Thüringen fuhr in den umgekipptenLKW. Dabei verstarb der 25-jährige PKW-Fahrer noch an der Unfallstelle. Seine 28-jährige Beifahrerin wurde leicht verletzt, der 45-jährige LKW-Fahrer verletzte sich schwer. Beide wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Nach dem Unfall fing der Sattelzug Feuer. Dadurch entstanden vorübergehend giftige Gase. Das Feuer wurde mit größeren Mengen Pulver gelöscht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten im Gefahrenbereich der Unfallstelle mit Schutzanzügen. Vorsorglich wurden Anwohner in Mengershausen und Grone-Süd über Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 10.00 Uhr war der Brand gelöscht und es bildeten sich keine weiteren Gase. Auch der Bahnverkehr auf der nahegelegenen ICE-Strecke wurde vorübergehend eingestellt.

In den Unfall war auch ein 60-jähriger Passatfahrer aus Fulda verwickelt, der in gleicher Richtung wie der Sattelzug fuhr und den Auflieger touchierte. Der Mann blieb aber unverletzt. Vier weitere PKW fuhren über umherliegende Trümmerteile des LKW, die Fahrer blieben ebenfalls unverletzt.

Die Bergung der Ladung ist bereits angelaufen und findet unter größten Sicherheitsvorkehrungen statt. Es wird weiterhin mit Vollschutz-Anzügen gearbeitet, da der Gefahrstoff giftige Gase bildet, wenn er mit Wasser in Verbindung kommt.

Wann die Fahrbahnen oder Teile davon wieder für den Verkehr freigegeben werden können, ist noch nicht absehbar. Auf sämtlichen Umleitungsstrecken, insbesondere im südlichen Landkreis Göttingen kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Aktuell beträgt die Staulänge in Fahrtrichtung Eine Schadenssumme kann noch nicht genannt werden.

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