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Nordhessische Pizza: Der Roggen-Henner erhält eigene Produktionsstätte in Wolfsanger

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Von: Nadja Feldle

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Von Wolfsanger direkt in die Tiefkühltruhen der nordhessischen Supermärkte: Sven und Petra Siegner vom Restaurant ‚Zum goldenen Lauch‘ vor der Produktionsstätte des Roggenhenners. 
Von Wolfsanger direkt in die Tiefkühltruhen der nordhessischen Supermärkte: Sven und Petra Siegner vom Restaurant ‚Zum goldenen Lauch‘ vor der Produktionsstätte des Roggenhenners.  © Harry Soremski

Der Roggen-Henner von Petra und Sven Siegner vom Restaurant ‚Zum goldenen Lauch‘ in Wolfsanger ist beliebt wie nie.

Kassel Die nordhessische Antwort auf die Pizza (wir berichteten) ist in immer mehr Supermärkten in der Region erhältlich und wartet in der Tiefkühltruhe auf Abnehmer. Seit wir im vergangenen Jahr über die Tiefkühl-Spezialität des Gastro-Paares berichteten, ist die Liste der Supermärkte mit Roggen-Henner im Sortiment beträchtlich gewachsen. Viele wollen den Roggen-Henner – den hausgemachten Roggen-Sauerteig, bestrichen mit Schmand und belegt mit frischem Gemüse, Käse oder regionaler Ahle Worscht.

Drei beliebte Sorten gibt es als TK-Ware – auch eine vegane Sorte ist dabei – und oft sind sie in den Kühltruhen schnell vergriffen. „Manche Supermärkten beliefern wir jede Woche aufs Neue mit unserem Henner“, so Sven Siegner. Für die Lieferungen wurde kürzlich extra das ‚Henner-Mobil‘ angeschafft, ein Kühlwagen mit Henner-Folierung, damit die schockgefrostete Ware in die Supermärkte gebracht werden kann.

Vor zwei Monaten wurde zudem eine ehemalige Metzgerei in der Weserstraße angemietet. Sie ist jetzt die Produktionsstätte für die Roggen-Henner, die von Montag bis Mittwoch in liebevoller Handarbeit gefertigt werden. Ein festangestellter Bäcker kümmert sich um den Teig, es gibt sechs Schockfroster, eine Einschweißmaschine und fünf Leute sind mit der Produktion der nordhessischen Spezialität beschäftigt. Das aus Wolfsanger stammende Gemüse wird täglich frisch geschnippelt, die Ahle Worscht von der Landmetzgerei Koch portioniert, Schmand und vegane Streichcreme müssen angerührt werden – in den drei Tagen entstehen bis zu 3.000 Roggen-Henner.

Bis ein TK-Henner in den nordhessischen Supermärkten landet (eine Liste der Märkte gibt es unter www.roggen-henner.de) muss der Roggen-Sauerteig geformt und gebacken, anschließend von Hand belegt und gewogen werden, bevor er im Schockfroster 20 Minuten bei minus 40 Grad gefroren wird. Dann wird er in Schrumpffolie eingeschweißt, kommt in den Pappkarton, dieser wird mit Datum und Sorte etikettiert und dann ist er bereit, ausgeliefert zu werden – alles wird handgemacht. Auch ein Kühlhaus wurde extra gebaut, um die Waren lagern zu können. Ein TK-Roggen-Henner kostet im Supermarkt sechs Euro.

Die Idee, die Spezialität des Hauses – den Roggen-Henner – tiefgekühlt anzubieten, entstand während des ersten Lockdowns, umgesetzt wurde sie dann im zweiten Lockdown 2020 und seither läuft die Produktion auf Hochtouren. Es ist geplant, demnächst einen Roggen-Henner mit Fisch anzubieten. Im Restaurant, welches seit April wieder wie gewohnt geöffnet hat, gibt es sieben Henner-Sorten: drei mit Fleisch, einer mit Lachs, zwei vegetarische und eine vegane.

Als wir vor einem Jahr über den Roggen-Henner berichteten, war er in sechs Märkten erhältlich, mittlerweile sind es 32 Märkte von Baunatal bis Spangenberg. Und der Siegeszug des Henners ist möglicherweise noch nicht vorbei ...

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