Oberzwehren: Warnrufe in der Nacht verraten Graffiti-Sprayer

Dass sie sich gegenseitig vor vorbeifahrenden Autos warnten, wurde in der Nacht zum Dienstag einer Gruppe von Graffiti-Sprayern in Kassel zum Verhängnis.

Kassel. Ein Zeuge war durch Rufe auf das Treiben einer Gruppe Grafitti-Sprayer im Bereich eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Oberzwehren aufmerksam geworden und hatte die Polizei alarmiert. Zwar flüchteten die Täter daraufhin zunächst vom Tatort, im Rahmen der Fahndung gelang jedoch die Festnahme von drei jungen Männern im Alter von 16, 17 und 18 Jahren. Sie stehen im Verdacht ein 2,60 mal 7,30 Meter großes Graffiti in verschiedenen Farben an eine Wand des Hauses gesprüht und dadurch einen Schaden von mehreren Tausend Euro angerichtet zu haben. Sie müssen sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten.

Der Zeuge hatte gegen 3:30 Uhr über den Notruf 110 der Kasseler Polizei seine Wahrnehmungen mitgeteilt, die er im Bereich des Mehrfamilienhauses in der Brückenhofstraße, gegenüber der Theodor-Haubach-Straße, gemacht hatte. Sofort waren mehrere Streifen des Polizeireviers Süd-West dorthin geeilt. Kurz darauf teilte derselbe aufmerksame Zeuge mit, dass es sich bei den verdächtigen Personen offenbar um vier Sprayer handelt, die gerade die Flucht ergreifen würden. Den 16-Jährigen hatten die zeitgleich eintreffenden Beamten nach kurzer Verfolgung auf dem nahegelegenen Gelände der Willy-Brandt-Schule gestellt. Die Fahndung nach seinen ebenfalls geflüchteten mutmaßlichen Mittätern führte zur Festnahme der beiden 17 und 18 Jahre alten Tatverdächtigen in der Heinrich-Schütz-Allee.

Bei allen drei Festgenommen fanden sich Spuren, die auf eine Beteiligung an den Schmierereien hindeuteten. Zudem stellten die Beamten auf dem Fluchtweg einen Rucksack mit mehreren Farbsprühdosen sicher. Den 18-Jährigen entließen sie nach der Feststellung seiner Identität anschließend wieder auf freien Fuß. Die beiden jugendlichen Tatverdächtigen brachten sie zunächst zur Dienststelle und übergaben sie dort schließlich in die Obhut ihrer Eltern.

Die Ermittlungen zu dem bislang unbekannten vierten Tatverdächtigen dauern derzeit an.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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