Pädophilen-Prozess: Ehefrau sagt aus

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Der Verhandlungsauftakt in der vergangenen Woche sorgte für reges Interesse bei Bürgern und Medien. Foto: Extra Tip

Kassel/Wolfhagen. Tag zwei im Prozess gegen pädophilen Wolfhagener. Ehefrau des 55-jährigen Angeklagten sagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.

Kassel/Wolfhagen. Nach dem Prozessauftakt in der vergangenen Woche im Gerichtsverfahren gegen den Wolfhagener, der beschuldigt wird, fünf Mädchen missbraucht zu haben, fand am Mittwoch der zweite Verhandlungstag statt. Diesesmal sagte die Ehefrau des Beschuldigten aus, nachdem in der vergangenen Woche die Opfer des 55-jährigen Mannes die Geschehnisse schilderten.

Die Aussage der Ehefrau fand jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die 49-Jährige war sichtlich mitgenommen und angespannt in Anbetracht ihrer emotional schwierigen Aufgabe.

Ihr Ehemann hatte bereits in der vergangenen Woche ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der zweite Verhandlungstag erweckte weniger Interesse als der Prozessauftakt in der vergangenen Woche. Zwar war der Besucherbereich des Gerichtssaales gut gefüllt, jedoch bei Weitem nicht so, wie in der Woche zuvor, als die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen den 55-Jährigen verlas.

Um alle Vorgänge zu klären, sind drei weitere Verhandlungstermine anberaumt.

+++ Hintergründe zum Prozess +++

Der angeklagte 55-Jährige ist ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Wolfhagen. Ihm wird zur Last gelegt in 171 Fällen Kinder missbraucht sowie kinderpornographische Schriften besessen und verbreitet zu haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im Mai wurden fast 40.000 kinderpornographische Bilddateien gefunden. Der Beschuldigte soll sich von 1994 bis März 2013 an fünf Mädchen vergangen haben. Seit seiner Verhaftung am 28. Mai vergangenen Jahres sitzt er in Untersuchungshaft.

Seine Opfer, drei mittlerweile erwachsene Frauen, sagten in der vergangenen Woche vor Gericht aus genau wie die Mutter zweier weiterer Mädchen.

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