Palais Bellevue noch ohne Zukunfts-Plan

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Die künftige Nutzung des Palais Bellevue an der Schönen Aussicht ist ungeklärt. 

Eigentlich sollte schon die Sanierung und der Ausbau zu einem Tagungshaus abgeschlossen sein. Doch die Zukunft des Palais Bellevue ist weiter offen.

Kassel. Es ist ein architektonisches Juwel der Stadt: Das 1714 auf Veranlassung des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel erbaute Palais Bellevue an der Schönen Aussicht. Nach dem Auszug des Grimm-Museums hatte man Pläne, das Gebäude zusammen mit der Universität zu einem Tagungszentrum mit besonderem Flair auszubauen.

Noch 2011 hatte die Stadt Kassel 1,8 Millionen Euro in die Instandsetzung im Haupthaus investiert, weitere 2,1 Millionen Euro sollten gemeinsam mit dem Land Hessen in den Ausbau zu einem Veranstaltungs- und Tagungshaus fließen. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Jahr 2015 beginnen, nachdem zuvor schon Experten der Tagungszentrum GmbH (betreibt auch das Kongress Palais) sowie Gastronomen die Nutzungs-Möglichkeiten des Anbaus, der Remise ausgelotet hatten. Doch die Universität, die sich als Partner an den Kosten beteiligen wollte, zog sich zurück, so dass seit dem Auszug des Grimm-Museums im November 2014 die Zukunft wieder ungewiss ist.

documenta ist Mieter bis Ende 2017

Leer steht das Gebäude dennoch nicht: „Wir sind sehr froh, dass das Gebäude bespielt wird“, sagt Stadt-Sprecher Ingo Happel-Emrich. Seit August 2015 werden die Räume inklusive der beiden Wohnungen im Dachgeschoss von den Organisatoren der documenta genutzt. Bis Ende des Jahres läuft der Mietvertrag. Und dann? „Die Planungen für die Zukunft des Palais Bellevue laufen“, teilt Ingo Happel-Emrich auf EXTRA TIP-Nachfrage mit.

Konkretes sei noch nicht dazu zu sagen, auch über die Richtung in die es gehen könnte, schweigt man sich aus. Ob die Stadt weiter die Pläne eines Tagungszentrums verfolgt, die Räume einer anderen Nutzung zugeführt werden sollen oder man gar einem Gastronomen die Nutzung eines Gebäude-Teils und dem verträumten Gärtchen anbieten wolle, bleibt damit bis auf Weiteres offen. Während der documenta-Wochen wird dies der Kasseler Gastronom Hartmut Apel leisten.

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