Plötzlich Winter: Eisfreie Straßen dank guter Vorbereitung

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Wegen des plötzlichen Wintereinbruchs, hatte der Räumdienst am Wochenende gut zu tun. Straßen und Schienen mussten von Schnee und Frost befreit werden

Kassel. Schnee, Eis und Frost – wegen des plötzlichen Wintereinbruchs hieß es am Wochenende für so manchen Angestellten in Kassel: Kälteeinsatz!

Für mehr Sicherheit auf Straßen und Wegen sorgen rund 90 Mitarbeiter der Stadtreiniger.   "Bei Winterwetter wie am Wochenende sind die Kollegen täglich ab 4 Uhr im Einsatz", so Sprecherin Birgit Knebel.

Mit 40 Winterdienstfahrzeugen, einem gefüllten Salzlager, Splittvorräten für den Gehwegwinterdienst sowie Besen und Schneeschaufel machen sich die Teams auf den Weg. Das Lager auf dem Betriebsgelände in Bettenhausen ist mit 1.200 Tonnen Salz gefüllt und in einem externen Lager stehen zusätzlich 500 Tonnen Salz zur Verfügung.  Bei Wintereinbruch rückt das Team vom Fahrbahnwinterdienst mit bis zu dreizehn Räumfahrzeugen aus. Die Mitarbeiter räumen und streuen die Strecken des öffentlichen Nahverkehrs sowie die verkehrswichtigen und gefährlichen Streckenabschnitte im Stadtgebiet Kassel, mit einer Streckenlänge von 460 Kilometern. Parallel zum Fahrbahnwinterdienst sorgen sieben Teams mit 14 Mitarbeitern, ausgerüstet mit Schneeschiebern und Streugeräten, für mehr Sicherheit beim Ein- und Ausstieg der Fahrgäste an 103 Straßenbahnhaltestellen.

Und Dank guter Vorbereitung lief auch im Schienenverkehr alles reibungslos: Straßenbahnen und Regiotrams hatten bis auf kleineren Verspätungen keine Ausfälle. Weichen-Heizungen, die die Schienen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad schnee- und eisfrei halten, machen’s möglich.

Einzig der Busverkehr hatte es auf den eisglatten Straßen nicht leicht. "Am Samstag hatten wir angesichts des starken und lang dauernden Schneefalls Schwierigkeiten im Busbereich. Betroffen waren vor allem Busse, die auf den Bergstrecken fahren. Die Linie 22 mussten wir zwischen dem Druseltal und dem Herklules zeitweise einstellen, weil die Straßen nicht gut genug geräumt waren, auch auf anderen Linien gab es Verspätungen oder einige wenige Fahrtausfälle", berichtet KVG-Sprecherin Heidi Hamdad.

Rohre liegen tief und geschützt

Öffentliche Wasser- oder Fernwärmerohre mussten durch die Kälte bisher nicht leiden. Erst wenn der Boden auftaut und sich dabei bewegt, können Rohre bersten, wie Ingo Pijanka von den Städtischen Werken erklärt. "Aber die Rohre liegen so tief in der Erde, dass der Frost sie bisher noch nicht erreicht hat, vermutet er. Laut Wetteraussichten kann sich Kassel – trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt –  erstmal nicht über weitere Schneeflocken freuen.

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