Pokémon Go: Kleine Monster begeistern Menschen in Kassel

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Täglicher Treff am Kasseler Friedrichsplatz: Pokémon Go Spieler berichten.

Von KRISTINA SCHMIDT

Kassel. Die Jagd  nach virtuellen Pokémon fesselt nach  mehr als fünf Wochen immer noch Millionen von Menschen.  Auf dem Friedrichsplatz trifft man auf immer mehr Spieler. Sie jagen die kleinen Monster aus der vor Jahren im Fernsehen ausgestrahlten Zeichentrickserie "Pokémon”. "Pokémon Go" bringt die Menschen vor die Tür.

Um das Abenteur gemeinsam  zu erleben, erstellen Spieler Gruppen in sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel bei WhatsApp.  Jörg, 28 Jahre, und Felix, 30 Jahre, sitzen zweimal die Woche vor der AOK, um wertvolle Pokémon zu sammeln. Sie berichten, dass viele Spieler mehrere Stunden damit verbringen Pokémon zu fangen. "Unsere längste Spielzeit waren vier Stunden”, berichten die beiden. Um erfolgreich Pokémon zu jagen, ist Munition erforderlich. Diese finden Spieler in sogenannten "Pokestops”. Wer am Friedrichsplatz sitzt, hat Zugriff auf gleich vier solcher "Pokestops”.

Was ist besonders an "Pokémon Go”? "Es ist ein sozialer Faktor. Man kann es einfach überall spielen wie zumBeispiel im Café, in einer Bar oder einfach auf dem Weg zur Arbeit. Man ist einfach draußen, statt Zuhause”, erklärt Jörg. Felix und Jörg sind sich aber sicher, dass sich der derzeitige Ausnahmezustand bei den Spielern bald legt.

Mittlerweile ist die Routine wieder mehr in seinen Alltag zurückgekehrt. "Es ist unmöglich alle Pokémon zu fangen, da manche nicht frei geschaltet sind oder überhaupt nicht in Kassel existieren", erklären die

beiden.Studentin Mareike, 26 Jahre,  sieht dies jedoch anders: "Ich finde das Spiel wird immer besser, es kommen immer neue Updates.” Für sie ist das Spiel besonders, weil sie so nach draußen kommt, um ihre Freunde zu treffen. Doch für manche Spieler geht es nicht nur darum Pokémon zu fangen. Für die 23- jährige Pia geht es um mehr. Sie berichtet: "Für mich geht es in diesem Spiel  darum, dass ich ´raus komme. Ich war einmal 13 Stunden spazieren und habe nebenbei Pokémon gespielt, dabei habe ich nicht mal gemerkt, wie lange ich schon draußen war. Früher hätte ich das nie gemacht”, erzählt Pia lachend.

Christian, 25 Jahre, schildert seine Spielerfahrungen: "Natürlich ist es cool, an der frischen Luft Pokémon zu fangen. Ich spiele es jedoch wegen der Serie und weil ich es damals auch als Gameboy-Spiel hatte.” Viele Spieler erhoffen sich eine Erweiterung des Spiels zum Beispiel eine bessere Suchfunktion oder den Tausch von Pokémon.  Christian  sieht das anders:

"Das Tauschen von Pokémon macht das Spiel kaputt, ich will selbst ‘raus gehen und meine Pokémon fangen.” "Pokémon Go” treibt Spieler durch die Stadt und verbindet Bewegung mit virtuellem Spielspaß.

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