Polizei, Feuerwehr, Klinikum: So sehen die Omikron-Notfallpläne aus

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„Durch eine betriebliche Impfkampagne konnten wir einen ‚Geimpft-Status‘ von ca. 90 Prozent unserer Mitarbeiter erreichen“, sagt Michael Maxelon, Geschäftsführer der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH.

Einhellige Meinung: „Wir sind – so gut es geht – vorbereitet“

Von Nadja Feldle, Helmut Krümler und Karsten Knödl

Kassel Die Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch, breitet sich rasend schnell aus. Befürchtungen werden laut, dass die neueste Covid 19-Variante aufgrund ihrer hohen Infektiosität das öffentliche Leben lahmlegen könnte. Wir haben bei Polizei, Feuerwehr, Klinikum und KVV (KVG und Städtische Werke) nachgefragt, wie die auf eine rasante Ausbreitung der Omikron-Variante vorbereitet sind.

Dirk Bartoldus, Pressesprecher bei der Kasseler Polizei sagte uns Folgendes: „Die Funktionsfähigkeit der hessischen Polizei ist auch bei Omikron gewährleistet. Damit kein größerer Personalausfall durch Corona eintritt, wurden Schichtdienstmodelle so konzipiert, dass Dienstgruppen möglichst wenig Überschneidungen haben und so ein Kontakt mit MitarbeiterInnen anderer Dienstgruppen minimiert wird. Mögliche temporäre Personalausfälle, werden im Bedarfsfall durch Personalverschiebung innerhalb der Polizeipräsidien oder durch Zuweisung von Kräften der Hessischen Bereitschaftspolizei kompensiert.“

Auch bei der Kasseler Feuerwehr weiß man um die potentiellen Gefahren der Omicron-Variante: „Seit Beginn der Pandemie wurden bei der Feuerwehr Kassel umfangreiche Vorbereitungen getroffen um die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten“, versichert uns ein Sprecher der Stadt. „Neben den allgemeingültigen Hygienemaßnahmen, wurden für die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Kassel zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Weiterhin wurde in Notfall- und Pandemieplänen, Vorbereitungen getroffen um Infektionen zu vermeiden und schnell auf Personalausfälle reagieren zu können“.

Dirk Bartoldus, Pressesprecher bei der Kasseler Polizei sagt: „Die Funktionsfähigkeit der hessischen Polizei ist auch bei Omikron gewährleistet. Damit kein größerer Personalausfall durch Corona eintritt, wurden Schichtdienstmodelle so konzipiert, dass Dienstgruppen möglichst wenig Überschneidungen haben.“

Die Gesundheit Nordhessen hat bereits mit Beginn der Corona-Pandemie eine Möglichkeit zum mobilen Arbeiten (Home Office) geschaffen; diese Regelung gilt fort und wird in den Bereichen ohne direkte Patientenversorgung auch umgesetzt.

Gemäß Infektionsschutzgesetz werden alle Beschäftigten regelmäßig getestet – die vollständig geimpften und geboosterten Beschäftigten an zwei Tagen in der Woche, nicht geimpfte Beschäftigte täglich unter Aufsicht. In besonders sensiblen Bereichen wird zusätzlich zu täglichen Antigen-Schnelltests zwei Mal wöchentlich mittels PCR getestet. Ambulante Patientinnen und Patienten unterliegen der 3G-Regelung. Sofern sie nicht geimpft oder genesen sind, benötigen sie für die Aufnahme ein negatives Schnelltestergebnis einer offiziellen Teststelle mit. Stationäre Patientinnen und Patienten werden grundsätzlich bei Aufnahme mittels PCR-Testung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet. Unser Labor verfügt über die hochmodernen und leistungsfähigen Diagnostikverfahren, mit denen wir zeitnah tagesaktuelle und sichere Testergebnisse für unsere Patienteninnen und Patienten sowie für unsere Beschäftigten bekommen. Des Weiteren haben wir für den bestmöglichen Schutz unserer Patientinnen und Patienten ein umfassendes Besuchsverbot an allen GNH-Standorten umgesetzt.

Für den Fall, dass es aufgrund von Omikron zu einem vermehrten Ausfall unserer Beschäftigten kommt, haben die einzelnen Bereiche „Notfallpläne“ bzw. eine flexible Einsatzplanung für die Pflege vorbereitet, die dann umgesetzt wird. Dazu kommt, dass das Klinikum Kassel als koordinierendes Krankenhaus des Versorgungsgebietes 1 die Patientenströme für die Region Nordhessen steuert. Sollte es aufgrund von fehlendem Personal in einem Krankenhaus zu einer möglichen Unterversorgung kommen, so kann das Versorgungsgebiet flexibel reagieren und. ggf. vermehrt die anderen zugeordneten Krankenhäuser ansteuern.

Und so ist die KVV (Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH) vorbereitet: „Wir sind auf die Ausweitung der Omikron-Variante – so gut es möglich ist – vorbereitet. Seit gut zwei Jahren befinden wir uns im Pandemiemodus und gehen mit der Situation erfahren und routiniert um. Durch eine betriebliche Impfkampagne konnten wir einen ‚Geimpft-Status‘ von ca. 90 Prozent unserer Mitarbeiter erreichen. Das zeigt: Wir sind uns unserer Verantwortung für unsere Mitarbeitenden und für alle Menschen in Kassel stets bewusst; das gilt insbesondere auch für den Betrieb der kritischen Infrastruktur“, sagt deren Geschäftsführer Michael Maxelon, „wir bleiben wachsam, prüfen und bewerten die Lage täglich, um ggf. nachzusteuern. Die Verbreitung von Omikron trifft uns als Gesellschaft insgesamt. Daher mein Appell auch an unsere Stadtgesellschaft, sich an die 3G-Regel im ÖPNV zu halten und gemeinsam auf die Abstandsregeln zu achten.“

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