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Polizei Nordhessen meldet Aufklärungsquote auf Rekordhöhe

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Von: Rainer Hahne

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Präsentierten sensationelle Zahlen: Uwe Papenfuß, Leiter der Einsatzabteilung, Polizeipräsident Konrad Stelzenbach und Leieter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jürgen Wolf. © Foto: Hahne

Die geringsten Fallzahlen und die höchste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre konnte die Polizei Nordhessen präsentieren.

Kassel. Sichtlich zufrieden präsentierten Polizeipräsident Konrad Stelzenbach und der Leiter der Einsatzabteilung Uwe Papenfuß die polizeiliche Kriminalstatistik für 2016. „Wir haben die geringsten Fallzahlen und die höchste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre!“ 54.000 Delikte wurden 2007 angezeigt. 2016 waren es nur noch 44.121. Zum Vorjahr war das ein Rückgang um 800, obwohl die Fallzahlen im Bereich Zuwanderer deutlich gestiegen sind. Schlägereien in Gemeinschaftsunterkünften, Schwarzfahren und Ladendiebstahl wurden dort verstärkt bearbeitet.

26.763 Fälle konnten 2016 aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote ist um 3,5 Prozent auf den Rekordwert von 60,7 Prozent gestiegen. Auch in Kassel ist die Fallzahl weiter gesunken – um 1.500 auf insgesamt 19.431. Damit hat die Stadt erstmals in ihrer Geschichte erstmals weniger als 10.000 Delikte auf 100.000 Einwohner. 11.724 Fälle wurden aufgeklärt.

Im Landkreis Kassel wurden 169 Fälle mehr zur Anzeige gebracht. Die Aufklärungsquote erreichte auch hier mit 57,8 Prozent den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Tötungsdelikte In vier Fällen wurde wegen versuchten Mordes, in 27 Fällen wegen Totschlags und in 14 Fällen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

In Erinnerung sind noch der Mord an einer 32jährigen in Niederzwehren durch ihren Ehemann, der Mord an einem Mann in der Gemarkung Calden, ein Mord an einer 74jährigen in Niederzwehren und ein tödlicher Streit in der Kasseler Gießbergstraße, in dessen Verlauf ein 34jähriger tödliche Stichverletzungen durch ein Messer erlitten hat.

Rohheitsdelikte sind um 15 Pozent gestiegen. Schuld daran sind die Schlägereien, die vor einiger Zeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen gewesen sind. In der Statistik stehen allein 462 Fälle, bei denen sich der Tatverdacht gegen Zuwanderer richtet. 343 dieser Fälle ereigneten sich in Erstaufnahmelagern. Um 47 auf 3127 Fälle ist der Ladendiebstahl gesteigen.

Kaum noch erwähnenswert ist der Handtaschenraub mit nur noch neun Fällen. Rückläufig ist auch der Trend bei Raubüberfällen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 auf 113 gefallen.Gestiegen ist die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren um 166 auf 4024. Davon sind 65 Prozent deutsche und 35 Prozent nichtdeutsche Kinder und Jugendliche. Um 170 Fälle auf 1599 sank die Anzahl der Wohnungseinbrüche. In knapp der Hälfte der Fälle ist es beim Versuch geblieben. Bessere Sicherungseinrichtungen und aufmerksame Nachbarn haben dazu beigetragen.

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