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Polizei warnt vor mieser Masche: Betrüger schreiben über Messenger-Dienst und erbeuten Geld

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Polizei warnt vor mieser Masche: Betrüger schreiben über Messenger-Dienst und erbeuten Geld © Archiv/dpa

Am gestrigen Donnerstag kam es in unserer Region erneut zu einer Häufung von Betrugsversuchen über den Messenger-Dienst „WhatsApp“. In drei bekannt gewordenen Fällen erbeuteten die bisher unbekannten Täter auf diesem Weg Beträge im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Polizei möchte aus aktuellem Anlass vor dieser miesen Betrugsmasche warnen und Tipps geben, wie man sich davor schützen kann.

Nordhessen Bei der Betrugsmasche handelt es sich um eine relativ neue Variante des sogenannten „Enkeltricks“. Per Messenger-Dienst stellt sich der Betrüger als enger Verwandter wie Sohn, Tochter oder Enkel vor und erklärt, dass man eine neue Handynummer habe. Im Anschluss wird dann regelmäßig eine finanzielle Notlage oder eine dringliche Überweisung vorgetäuscht und darum gebeten, diese zu tätigen. So wird das Geld bei der neuen Anwandlung nicht von einem Unbekannten abgeholt, sondern vom Opfer überwiesen. Da es sich häufig um Echtzeitüberweisungen handelt, kann das Geld in diesen Fällen nicht mehr zurückgebucht werden, wenn der Betrug erkannt wird.

Auch in den gestern bekannt gewordenen Fällen gingen die Täter so vor. Eine 68-jährige Frau und ein 63 Jahre alter Mann aus Kassel sowie eine 66-Jährige aus Reinhardshagen überwiesen in dem Glauben, ihren Töchtern zu helfen, Geld an von den Tätern übermittelte Bankverbindungen. Kurze Zeit später bemerkten sie, dass sie Opfer von Betrügern geworden waren und erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Wie die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei in diesem Deliktsbereich zeigen, sind von dieser Masche nicht nur Ältere betroffen, wie ein Fall aus dem April zeigt: Eine 36-jährige Frau aus Wolfhagen hatte per „WhatsApp“ eine Nachricht ihrer vermeintlichen Schwägerin erhalten, deren altes Handy angeblich defekt sei. Nachdem die 36-Jährige der Bitte nachgekommen war und rund 2.800 Euro überwiesen hatte, erkannte sie, dass sie auf Betrüger hereingefallen war.

Die Polizei gibt folgende Tipps

Um sich vor dieser Betrugsmasche zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  - Wenn Sie von einer (vermeintlich) bekannten Person unter eine runbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

  - Rufen Sie die Person unter der alten Nummer an oder vergewissern Sie sich persönlich, ob die Nachricht tatsächlich von ihr stammt.

  - Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Geldforderungen, egal ob per Post, E-Mail, Telefon oder Messenger-Dienst.

  - Lassen Sie sich in keinem Fall unter Druck setzen und zu einer vorschnellen Überweisung verleiten.

  - Informieren Sie Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche.

  - Falls Sie Opfer geworden sind: Informieren Sie die Polizei und Ihre Bank, um Zahlungen eventuell zu stoppen oder rückgängig zu machen.

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