500 Polizisten im Einsatz: Terror-Verdacht in Kassel

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Durchsuchungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat es heute morgen unter anderem in Kassel gegeben.

Kassel.  In einem Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamts wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung (§§ 129b Abs. 1, 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB) und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB) haben Beamte des Hessischen Landeskriminalamts heute in den frühen Morgenstunden  insgesamt acht Wohnungen in Kassel, Hannover, Essen und Leipzig durchsucht.

Die Ermittlungen richten sich gegen sechs syrische Staatsangehörige im Alter zwischen 20 und 28 Jahren, die sich seit Dezember 2014 (vier Beschuldigte), bzw. August und September 2015 als Asylantragsteller in Deutschland aufhalten und die in Verdacht stehen, Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung, die sich selbst "Islamischer Staat (IS)" nennt, zu sein.

Anschlag in Deutschland vorbereitet

Die Beschuldigten werden weiterhin verdächtigt, einen Anschlag mit Waffen oder Sprengstoff auf ein öffentliches Ziel in Deutschland vorbereitet zu haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Anschlagsplanung noch nicht abgeschlossen. Allerdings soll das Ziel bereits festgestanden haben: Wie der Hessische Rundfunk berichtet, sollen sie einen Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant haben. Offiziell bestätigen wollten das die Ermittler am Dienstag nicht.

An den Durchsuchungen waren insgesamt ca. 500 Polizeibeamte des Hessischen Landeskriminalamts und weiterer Polizeidienststellen der Länder beteiligt.

Die Beschuldigten sind anlässlich der Durchsuchungen vorläufig festgenommen worden.

 "Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.", teilt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.

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