Punk aus der Provinz: Buch über das wilde Leben der legendären Bates aus Eschwege

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Die Bates aus Eschwege waren einmal richtige Stars. Zusammen mit Frank Klubescheidt, dem Drummer der Punkrock-Band, hat der Kasseler Autor Christoph Dörr ein Buch verfasst und kämpft jetzt um dessen Veröffentlichung.

Schon mit "Eigentlich wäre ich heute Weltmeister" mit und über den KSV Hessen-Fußballer Sergej Evljushkin schuf der Kasseler TV-Redakteur und Autor Christoph Dörr spannenden Lesestoff. Jetzt möchte er die Story über die Eschweger Punkband "Bates" bringen. Gemeinsam mit Bandmitglied Frank "Klube" Klubescheidt zeichnet er Aufstieg und Fall der Musiker nach.

Kassel/Eschwege.  1983 gründet Klube mit Sänger Zimbl und Gitarrist Armin Beck The Bates. Ihr großes Ziel: Stars werden. Sie fahren im Schweinetransporter von Papa zu ihren ersten Konzerten. Anfang der 90er Jahre geht der große Traum in Erfüllung: ein Vertrag bei Virgin Records. Es folgen Top 10-Hits. Stories in der Bravo. Konzerte vor 45.000 Fans. Geld, Groupies, zerstörte Hotelzimmer. Sie leben ihren Traum.

„Frank Klubescheidt, der Drummer, erzählt mir die ganze verrückte Geschichte“, sagt Autor Christoph Dörr aus Kassel über sein neues Buchprojekt. Der Arbeitstitel: „Klube & The Bates – eine eigentlich unmögliche Karriere!“

Nach dem Aufstieg kommt der Fall der Bates: Vor allem Säger Zimbl bekommt massive Probleme. Er ist seit 20 Jahren der beste Freund von Klube. „Der hat jahrelang jeden Tag drei Flaschen Korn gesoffen und dazu noch 30 Dosen Bier. Wenn er mal schlafen wollte, hat er Valium genommen. Wenn er wach sein wollte Cratofit. Diese Machtlosigkeit hat mich echt verzweifeln lassen und auch ein Stück weit kaputt gemacht. Man bekommt direkt mit, dass der beste Kumpel sich tötet und kann nichts, absolut nichts machen.“

 2000 geht bei Zimbl nichts mehr. Die Band trennt sich. Klube fällt in ein tiefes Loch. Das Geld ist alle. Er muss Pakete ausfahren. Dann stirbt Zimbl an Multiorganversagen.

Frank Klubescheid arbeitet heute als Behindertenpfleger und ist mit der Liebe seines Lebens zusammen. Und Christoph Dörr, der mit „Eigentlich wäre ich jetzt Weltmeister“ über den Fußballer Sergej Evljuskin auf sich aufmerksam machte, kämpft um sein Projekt.

 Denn: „Der Verleger ist diesmal nicht so überzeugt von meiner Idee. Schließlich gibt es die Band seit 18 Jahren nicht mehr. Deshalb will er erst testen, wie die Resonanz der Menschen auf das Buch ist.“ Auf der Homepage des Verlags kann man das Buch (unverbindlich!!!) vorbestellen.

Dörr: „Wenn wir 1000 Vorbestellungen haben, wird der Schinken gedruckt.“ Die ersten 1000 Besteller bekommen als Dankeschön eine Ausgabe mit original Autogrammen der verbliebenen Bandmitglieder.

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