Putzen will gelernt sein: Tipps und Tricks vom Hausfrauenverband Kassel

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Erste Vorsitzende des Hausfrauenverbands Kassel Elke Meyer.

Es muss nicht immer die Chemie-Keule sein. Der Hausfrauenverband Kassel erklärt, wie richtiges Putzen funktioniert.

Kassel.  Laut einer internationalen Studie von Research Now im Auftrag von Kärcher verwenden 89 Prozent der Deutschen chemische Reinigungsmittel zum Säubern ihrer Wohnung. Dagegen greift lediglich etwas mehr als die Hälfte auf Hausmittel wie Backpulver, Essig oder Zitrone zurück. Der Studie zufolge ist die Zahl der Hausmittelnutzer dennoch größer als in anderen Ländern, dessen Einwohner auf ihr Putzverhalten hin befragt wurden. Besonders gut geputzt wird für Besuch von Freunden. Wie man richtig putzt, kann Elke Meyer, erste Vorsitzende, Hauswirtschaftsmeisterin und Leiterin der Ausbildung Hauswirtschaft vom Hausfrauenverband Kassel erklären. Ob man chemische oder neutrale Hausmittel benutzt, kommt auf die Materialien im Haushalt an.

Viele von ihnen sind laut Meyer allerdings gar nicht notwendig und können für uns und die Umwelt unter Umständen sogar schädlich sein. Vier Reinigungsmittel sollten in keinem Haushalt fehlen: der Allzweckreiniger für Fußböden, Fenster und die meisten Oberflächen, die Scheuermilch gegen hartnäckige Verschmutzungen und Verkrustungen, Essig und Zitronensäure gegen Kalkablagerungen und Urinstein und schließlich das Handspülmittel, das nicht ausschließlich für Geschirr, sondern auch als Allzweckreiniger verwendet werden kann. Das Desinfizieren von allen Zimmern sei nicht notwendig. Hier würde das Bad völlig ausreichen. Bei ansteckenden Krankheiten ist es dennoch ratsam, die Wohnung öfter zu desinfizieren. Empfehlenswert ist zudem, täglich zu lüften.

Das richtige Werkzeug

Zum Putzen sind laut Elke Meyer Bürsten, Mikrofasertücher und Edelstahlschwämme gut geeignet. Doch Vorsicht ist bei glänzenden und beschichteten Oberflächen wie Plexiglas, Kunststoff und Marmor geboten. Hier sollten lieber weiche Lappen benutzt werden, da Mikrofasertücher die sensiblen Oberflächen zerkratzen könnten. Und auch bei Fußböden muss man aufpassen: Kork und Parkett sollte nur nebelfeucht gewischt werden. Um Hygiene gewährleisten zu können, ist es zudem wichtig, die Putzlappen wöchentlich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Zudem sollten sie immer trocken sein, bevor sie das nächste Mal benutzt werden. Ein Farbsystem für Putzlappen sollte zudem eingeführt werden, um so zu vermeiden, dass der Lappen für das Badezimmer in der Küche verwendet wird.

Es sollte außerdem beachtet werden, dass man stets von oben nach unten und von hinten nach vorne putzt. Kurz gesagt: zuerst die Schränke, dann der Boden, da sich sonst der Staub von den Schränken auf dem frisch geputzten Boden absetzt. Zudem ist es ratsam, ein feuchtes Tuch zu benutzen, da der Staub sonst nur aufgewirbelt wird und nicht verschwindet. Wie oft geputzt werden muss, ist von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich. Ein Singlehaushalt wird weniger geputzt werden müssen, als in einem Haushalt mit zwei Kindern und einem Haustier. Alle zwei Wochen sollte allerdings der Kühlschrank gesäubert und ausgemistet werden.

Männer helfen mit

Übrigens kann Elke Meyer das Klischee, Männer würden weniger im Haushalt helfen, so nicht mehr bestätigen. Zwar würden Frauen immer noch mehr im Haushalt machen als Männer, dennoch ist es mittlerweile so, dass auch Männer immer mehr im Haushalt anpacken.

Hausfrauenverband Kassel e.V.

Der Hausfrauenverband Kassel e.V. ist ein gemeinnütziger und zertifizierter Verein, bei dem die Ausbildung für Hauswirtschaft absolviert werden kann. Zudem bietet der Verband Kurse zu unterschiedlichen Themen wie z.B. gesunder Ernährung an. Weitere Informationen unter: www.hausfrauenverband-kassel.de

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