„Raccoon Racer“: Kasseler Paar meldet für Balkan Express Rallye – und sammelt eifrig Spenden

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Als Team „Raccoon Racer“ wollen Melisa Muller-Bjelic (24) und Christoph Weinhold (31) sowie Maskottchen „George Cooney“ mit ihrem 25 Jahre alten Mercedes „Diggi“ bei der Balkan Express Rallye 2020 teilnehmen.

4.000 Kilometer mit einem über 20 Jahre alten Auto wollen Melisa Muller-Bjelic und Christoph Weinhold für den guten Zweck zurücklegen. Das Kasseler Paar nimmt an der Balkan Express Rallye im August teil.

Kassel. 13 Tage unbekanntes Terrain. Auf staubigen Straßen, vorbei an weißen Stränden, über raue Gebirgszüge und durch einsame Wildnis – mitten durch das Herz des ehemaligen Ostblocks – Autobahnen sind auf der 4.000 Kilometer Strecke tabu. Und das alles mit einem Auto, das mindestens 20 Jahre alt ist, über kein Navi verfügen darf: Studentin Melisa Muller-Bjelic und Ingenieur Christoph Weinhold reizt die Balkan Express Rallye sehr.

„Wir möchten Dinge erleben, die man unter normalen Bedingungen nicht erleben kann, zum größten Teil touristisch unerschlossene Orte sehen und ein Abenteuer mitmachen, das wir bestimmt nicht vergessen werden.“ Als „Raccoon Racer“ – eine Würdigung der Heimat als Waschbären-Hauptstadt – möchte das Paar am 20. August in Dresden an den Start gehen – das Ziel Salzburg wird am 2. September erreicht sein. Mit an Bord ihres Fahrzeugs „Diggi“ (Mercedes-Benz W124 T-Modell, EZ1995, 150 PS, funktionierende Klima und Armlehne, 400.000 Kilometer auf dem Tacho) wird Maskottchen „George Cooney“ sein – ein Stoffwaschbär. Der Schwanz eines plüschigen Artgenossen schmückt die Antenne des Mercedes-Kombis, der schon jetzt im Kasseler Straßenverkehr auffällt.

Haben die auffällige Lackierung des Fahrzeugs realisiert: Dustin Schenk von KolorCubes (rechts) und Thomas Hoppe, 1. Vorsitzender von Einfach Nordhessen e.V..

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins „Einfach Nordhessen“, der die regionale Wirtschaft stärken und UnternehmerInnen vernetzen möchte, wurde das Auto durch die Graffiti-Experten von „Kolor Cubes“ für den guten Zweck gestaltet. „Inspiration für das Muster dabei war vor allem der Rorschach-Test nach Hermann Rorschach, ein wahrnehmungsbasiertes Verfahren aus der Persönlichkeitspsychologie“, teilt Sarah Menzel von Kolor Cubes mit.

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Vorher-Nachher von unserem Rallye-Auto ⠀ Das Video ist das Resultat der Drohnenaufnahmen mit @ser.gio.739 ⠀ •••••••••••••••⠀⠀ Es ist noch Platz für Firmenlogos auf dem Benz! Alles gegen eine Spende für den @freunde_e.v - Ein Förderverein für Familien mit neurologisch kranken Kindern in Kassel. Meldet euch gerne, es gibt auch eine Spendenbescheinigung ⠀⠀ ⠀⠀ @kolorcubes @einfach_nordhessen @freunde_e.v #kassel #pimpmycar #balkanexpress #balkanexpress2020 #mercedes #mercedesw124 #w124 #youngtimer #benzfan #benz #rallye #raccoonracer #teamraccoonracer #fürdengutenzweck #dersternunterdensternen #stadtkassel #nordhessen #spendenaktion #mbfanphoto #mbclassic #w124club #mbcars #classicmercedes #mercedesbenzclassic #diggi #cardesign #makeover ⠀

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Neben dem Sammeln einzigartiger Erlebnisse soll die Teilnahme an der Balkan-Rallye auch ein Spendenziel verfolgen – das Reglement schreibt eine Summe von 500 Euro vor. Für Melisa Muller-Bjelic und Christoph Weinhold darf es gerne ein bisschen mehr sein: „Unser Ziel ist es, mindestens 2500 Euro Spenden für Familien mit neurologisch kranken Kindern in Kassel – über den Förderverein freuNde e.V.– zu sammeln.“ Auf www.betterplace.org haben sie dafür einen Aufruf formuliert – „und für Firmen bieten wir auf unserem Rallyefahrzeug Werbeflächen an – alles gegen eine Spende an den freuNde e.V. über unsere Projektseite www.racoonracer.de.“ 1.500 Euro sind so schon zusammengekommen – und das Paar aus Kassel ist zuversichtlich das angestrebte Spendenziel zu erreichen.

Aktuell wird weiter an „Diggi“ gebastelt, um ihn rallyetauglich zu machen. „Die größeren Reparaturen haben wir soweit schon alle durchgeführt und eine Matratze liegt auch schon im Auto. Wir planen beispielsweise noch zusätzlichen Stauraum und Scheinwerfer sowie Ladestationen anzubringen“, berichtet Christoph Weinhold. Und wenn die Rallye wegen des Corona-Virus ins Wasser fällt? „Dann werden wir trotzdem mit dem Auto und der Papierkarte in der Hand verreisen und uns eine eigene Route überlegen, sei es auch „nur“ in Deutschland.“, sagt Weinhold. Die gesammelten Spenden gehen in jedem Fall an den freuNde e.V. – und auch das dann etwas kleinere Abenteuer werden die Racoon Racer nie vergessen.

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