Rad-Elite in Nordhessen: Greipel gewinnt am Sonntag

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Radsport. Lisa Brennauer holt sich Doppelsieg bie den Frauen, Greipel sprintet allen Männern davon.

Von THOMAS LANGE und JOANNA WIEWIORSKA

Radsport. Die Edermünder haben ja schon viele Jahre ihre Edermünder Runde, Baunatal sein Stadtfest. Doch was dieses Wochenende radsportmäßig in der Region passiert stellt das dagewesene in den Schatten: Seit Freitag rollet Deutschlands Rad-Elite durch die beiden Gemeinden – sowohl Radler als auch Zuschauer sind begeistert: "Die Strecke hat ihren Reiz", erklärte Fahrer Felix Intra vorab. "Sowohl für Bergfahrer als auch Sprinter ist etwas dabei."

Tatsächlich quälten sich die Aktiven bereits am Freitag auf der knapp 15 Kilometer langen Zeitfahr-Runde.  Bei den Damen siegte nach zwei Runden Lisa Brennauer in 40:31  Minuten vor Trixi Worrack. Bei den U23-Nachwuchs-Fahrern konnte Nils Politt in 37:05 Minuten gewinnen.

Über drei Runden und damit über knapp 45 Kilometer mussten die Männer am Freitagabend: Hier ließ Tony Martin die Konkurrenz in 56:22 Minuten hinter sich. Samstag ging es im Regen weiter mit dem Straßenrennen der Frauen: Auf dem anspruchsvollen Kurs (Gefürchtet: der Hahnweg in Holzhausen) siegte – wie schon am Freitag – die 26-Jährige Lisa Brennauer nach 120 Kilometern. Damit machte die Allgäuerin ihr Double perfekt und holte sich nach ihrem Zeitfahrsieg nun auch den Titel der Deutschen Straßenmeisterin.

+++Greipel siegt nach Sprint+++

André Greipel (Lotto Belisol) hat den Sprint der rund 40-köpfigen Spritzengruppe gewonnen und damit seinen Titel als Deutscher Meister verteidigt Nach 206 Kilometern war er nach 4.49.51 Stunden als Schnellster im Ziel. Zweiter wurde John Degenkolb (Team Giant Shimano) Milimeter dahinter. Platz drei belegte Phil Bauhaus (Team Stölting). André Greipel sagte später: "Ich wusste, dass Giant Shimano versuchen würde, das Rennen in die Hand zu nehmen. Marcel Sieberg weiß, wo meine perfekte Position für den Sprint ist. John hat den Sprint dann früh angesetzt. Ihn als einen der besten Eintagesfahrer zu besiegen, macht mich schon stolz."

Der zweitplatzierte John Degenkolb erklärte: "Ich bin schon knapper geschlagen worden. 20-30 Meter vor dem Ziel habe ich gewusst, ich komme nicht mehr vorbei. Natürlich überwiegt die Enttäuschung, der Zweite ist der erste Verlierer. Ein dickes Lob an meine Mannschaft, wir haben Verantwortung für das Rennen übernommen."

"Ich bin sehr stolz, mit einem der weltbesten Sprinter auf dem Podium zu stehen. Ich fahre seit zwei Jahren U23 und dann auf das Podium der Deutschen Meisterschaften zu fahren, macht mich glücklich," sagte Phil Bauhaus:

Die Veranstalter der Deutschen Meisterschaften zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Es soll keine größeren Schwierigkeiten infolge der notwendigen Verkehrseinschränkungen gegeben haben und die Rennen sind, bis auf kleiner Stürze, unfallfrei verlaufen.

Insgesamt, so die Schätzungen der Polizei, verfolgten an den drei Tagen rund 22.000 Zuschauer die Rennen, davon allein 12.500 am Sonntag.

Alle Infos und Ergebnisse unter www.rad-dm2014.de und www.rad-net.de.

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