Friedenskundgebung in Kassel: OB Geselle sagt Menschen in der Ukraine humanitäre Hilfen zu

Die Kundgebung am Freitagabend stand unter dem Motto „Kassel steht für den Frieden.“ Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sagte den Menschen bei seiner Rede vor dem Rathaus humanitäre Hilfen zu.
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Die Kundgebung am Freitagabend stand unter dem Motto „Kassel steht für den Frieden.“ Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sagte den Menschen bei seiner Rede vor dem Rathaus humanitäre Hilfen zu.
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Die Kundgebung am Freitagabend stand unter dem Motto „Kassel steht für den Frieden.“ Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sagte den Menschen bei seiner Rede vor dem Rathaus humanitäre Hilfen zu.

Die demokratischen Parteien und der DGB Kreisverband Kassels haben in Reaktion auf den Krieg in der Ukraine kurzfristig eine gemeinsame Friedenskundgebung vor dem Kasseler Rathaus organisiert. Oberbürgermeister Christian Geselle sagte dabei, dass Kassel bereit sei, den flüchtenden Menschen Unterkunft zu gewähren.

Kassel Zuvor hatte sich Oberbürgermeister Christian Geselle in einem Statement zum Krieg geäußert und den betroffenen Menschen humanitäre Hilfe zugesagt. „Wir sind bereit, den flüchtenden Menschen Unterkunft und Schutz zu gewähren. Das ist für mich ein selbstverständliches Zeichen von Mitmenschlichkeit und Solidarität“, so Geselle..

Die Organisatoren der Mahnwache hatten die Kasseler dazu aufgerufen, um 18.30 Uhr vor dem Rathaus an der Kundgebung „Kassel steht für Frieden“ teilzunehmen. Und diesem Aufruf kamen auch viele Menschen nach und zeigten ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

„Wir verurteilen den Angriff gegen eine freie, unabhängige und demokratische Ukraine. Wir fordern Russlands Präsident Putin auf, sofort die Waffen nieder zu legen“, erklärten die Parteien und der DGB-Kreisverband.

„Ich bin erschüttert über die Eskalation, die dieser Konflikt genommen hat. Damit wird das über Jahrzehnte gewachsene, friedvolle Fundament in Europa erschüttert. Meine Gedanken sind bei allen, die darunter zu leiden haben“, so der Kasseler Oberbürgermeister.

Für Montag habe Geselle den Verwaltungsstab der Stadt einberufen, dem alle Dezernentinnen und Dezernenten sowie die Leitungen der Fachämter und deren Stellvertretungen angehören. Auch werde die Arbeitsgruppe Flüchtlinge unter Leitung von Bürgermeisterin Ilona Friedrich eingerichtet, teilte Geselle mit. Geeignete, leerstehende Liegenschaften werden umgehend aktiviert. Es sei möglich, dass weitere Standorte eingerichtet werden müssen. Öffentliche Gebäude wie Sporthallen oder Gemeinschaftshäuser sollen, wie schon im Jahr 2015, nicht als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden, heißt es.

 Städtekooperationen mit Russland ruhen

Gerade weil Kassel seit etlichen Jahren viele und enge freundschaftliche Beziehungen nach Russland führe, sei er irritiert und erschrocken über die zugespitzte Lage, erklärte Geselle. Dies habe er den beiden Oberbürgermeistern der russischen Partnerstädte Jaroslawl und Nowy Urengoi in einem Brief mitgeteilt.

„Die Stadt Kassel steht für ein friedliches Miteinander der Menschen. Diese Grundhaltung ist ein wesentliches Motiv für unsere Städtepartnerschaften. Ich muss Ihnen deshalb mitteilen, dass wir bis zum Ende der militärischen Auseinandersetzung und zur Rückkehr zu friedlichen Lösungsansätzen unsere Städtekooperation ruhen lassen“, so Geselle in dem Schreiben. Man stehe nicht gegen das russische Volk, sondern die Kritik gelte ausdrücklich der Staatsführung. Dieser Krieg in unserer direkten Nachbarschaft werde für ganz Europa unmittelbare Folgen haben., so Christian Geselle.
 

„Ich kann die Sorgen und Ängste der Menschen auch in unserer Stadt nachvollziehen. Mit Blick auf die möglichen Auswirkungen in unterschiedlichen Bereichen werden wir in Kassel entsprechende Vorbereitungen treffen“, sagte Geselle. Auch innerhalb des Stadtkonzerns seien zu dieser Lage Gespräche geführt worden - insbesondere mit Blick auf die Energiesicherung und die ohnehin rasante Entwicklung der Energiekosten für die Bürgerinnen und Bürger. Die Lage werde fortlaufend bewertet.

Rubriklistenbild: © Soremski

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