Region geschockt: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ist tot - LKA ermittelt nach Kopfschuss

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Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke starb  in der Nacht zum Sonntag im Alter von nur 65 Jahren.

Es ist nicht zu fassen, Schock und Trauer sitzen tief: Nur eine Woche nach dem überraschenden Tod von Regionalmanager Holger Schach müssen die Menschen von Dr. Walter Lübcke, dem beliebten Regierungspräsidenten, unerwartet Abschied nehmen.

Kassel. Er war witzig und charmant, ein Mann deutlicher Worte - und seit 2009 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel. In der Nacht zum Sonntag verstarb Dr. Walter Lübcke völlig überraschend im Alter von nur 65 Jahren. Im August wäre er 66 geworden. 

"Ich erfahre jeden Tag etwas Neues über diese Behörde - das RP wird aber leider nur auf die Bußgeldstelle reduziert", sagte Dr. Walter Lübcke über die zentrale Behörde der Region.

Dr. Walter Lübcke leitete das Haus mit Feuereifer. Er, der je nach Anlass mal staatsmännisch, mal hemdsärmlig auftreten konnte, war beliebt. In dem Haus am Steinweg, das auf die Initiative von Dr. Walter Lübcke die historische Adresse "Am Alten Stadtschloss 1" trägt. Aber auch überall in der Region, wo er auftrat, ein offenen Ohr für die Probleme der Menschen hatte und nicht müde wurde, die Schönheiten seiner Region hervorzuheben.

Lübcke, der in Bad Wildungen geboren wurde und in Istha lebte, hatte 2009 das Amt des Regierungspräsidenten übernommen. Er war zuvor Mitglied des Hessischen Landtages in Wiesbaden und u.a. verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Dr. Walter Lübcke hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Update:

Das Landeskriminalamt (LKA) teilte am Sonntag um 15.53 Uhr mit: „Da die Todesumstände unklar sind, hat das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Aufgrund laufender Ermittlungen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich.“

Zunächst war vermutet worden, dass aus Routine-Gründen derartige Ermittlungen in Gang gebracht werden, da Dr. Walter Lübcke zu Beginn der großen Flüchtlingswelle deutliche Worte gegen den Kritiker der Aufnahme gefunden hatte und es im Gegenzug Morddrohungen gab. 

 Am späten Nachmittag meldete dann die Bild-Zeitung, dass Dr. Walter Lübcke wohl durch einen Kopfschuss gestorben sei. Aus seinem persönlichen Umfeld verlautete, dass Lübcke weder Jäger gewesen sei noch aus anderen Gründen im Besitz einer Waffe gewesen sei. Auch ein Abschiedsbrief, der einen Suizid hätte vermuten lassen, wurde bislang nicht bekannt.

Näheren Aufschluss über die Todesursache soll jetzt die Obduktion bringen.

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