Regionalreform: IHK lässt Bürger befragen

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Kassel. Die Befragung zu dem Thema „Wirkungen der Regionalreform: Was denken die Bürger?“ war Basis eines Gutachtens von Prof. Dr. Ivo Bischoff.

Kassel. Seit 15 Jahren setzt sich die Wirtschaft mit der nordhessischen Regionalreform auseinander. Sowohl die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg als auch der Arbeitskreis für Kommunalfragen des Arbeitgeberverbandes versuchen immer wieder, das regionale Großprojekt anzuschieben. Vor Kurzem hat Prof. Dr. Ivo Bischoff, Universität Kassel, ein Gutachten ein im Auftrag des IHK-Regionalausschusses Region Kassel erstelltes Gutachten in einer gemeinsamen Veranstaltung des Ausschuss und der Bürgermeisterkreisversammlung Kassel des hessischen Städte- und Gemeindebundes vorgestellt.

Basis des Gutachtens ist eine Befragung zu dem Thema "Wirkungen der Regionalreform: Was denken die Bürger?" Ziel der Befragung war es, zu erfahren, welche Wirkungen die Bürger im Landkreis Kassel von einer Regionalreform erwarten und welche Faktoren dies bestimmen. Die Bürgermeister der 29 Landkreiskommunen waren in die Befragung eingebunden.

"Wir wollten erfahren, wie die betroffenen Bürger das Thema Regionalreform sehen und wo wir beziehungsweise die politisch Verantwortlichen wie die Bürgermeister ansetzen können, wenn sie mit den Bürgern das Thema Regionalreform voranbringen wollen", erläuterte Unternehmer Stefan Lange, Vorsitzender des Ausschusses.

Im Ergebnis der nicht repräsentativen Umfrage wurde festgestellt, dass sich die Bürger sehr sachlich mit dem Thema auseinandersetzen und dabei negative wie positive Erwartungen die Waage halten. Mit der Entfernung zu Kassel wächst die Skepsis zur Regionalreform, bei höherer Verschuldung der Gemeinden nimmt sie ab. Die regionale Identität sehen die befragten Bürger nicht bedroht. Unterschiedliche soziodemographische Faktoren führen nicht zu Unterschieden in der Beurteilung.

Aus weiteren Fragen ergab sich die Schlussfolgerung, dass die Akzeptanz für die Regionalreform durch die Schaffung transparenter und demokratisch legitimierter Entscheidungsstrukturen, die Absicherung des Interessenausgleichs unter den beteiligten Gemeinden und die konstruktive Beteiligung der Landeregierung erhöht werden.

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