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Rehbock erneut von Hund gerissen: Jungtiere besonders gefährdet

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Von: Marcel Ehrig

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Das Rehbock wurde von dem Hund in einen Zaun gehetzt und dort gebissen. © Privat

Erst vor kurzem wurde in Wolfsanger wieder ein Rehbock von einem Hund gerissen. Dabei herrscht für Hunde momentan eine besondere Aufsichtspflicht.

Kassel. Die meisten Hundebesitzer sind gewissenhaft, lassen ihren Hund nur dort von der Leine, wo es erlaubt ist – diese Erfahrung hat Volker Dippel, Jagdpächter im Revier Kassel-Wolfsanger gemacht.

„In 95 Prozent der Fälle halten die Hundebesitzer ihre Tiere, dort wo Leinenpflicht herrscht, auch an der Leine. Doch die restlichen fünf Prozent eben nicht“, sagt Dippel. Und das ist das Problem: Denn zunehmends verlassen die Hunde, jetzt, während der Setz- und Brutzeit (März bis Anfang Juli) die Wege und gehen auf Jagd. Erst vor kurzem wurde wieder ein Rehbock im Revier Kassel-Wolfsanger gerissen. „Viele wissen vielleicht nicht das ihr Hund Jagd macht, doch das liegt in der Natur des Tieres“, erklärt Dippel. „In diesem Falle hat der Hund das Rehbock in einen Zaun gehetzt und dort gebissen, irgendwann von dem Tier abgelassen bis es kläglich gestorben ist“, so Dippel weiter.

Im Bundesjagdgesetz heißt es: „In den Setz- und Brutzeiten dürfen bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, nicht bejagt werden.“ Für Hunde gilt deshalb in dieser Zeit eine besondere Aufsichtspflicht auf und an allen Grünflächen. Das bedeutet: Das Tier muss ständig im Einwirkungsbereich des Hundebesitzers sein. Die Regelungen gelten in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli.

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