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Reizstoff freigesetzt: 40 Verletzte an einer Schule in Waldau - Schüler gibt Tat zu

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Reizstoff freigesetzt: 40 Verletzte an einer Schule in Waldau
Reizstoff freigesetzt: 40 Verletzte an einer Schule in Waldau © Archiv

Am Donnerstagvormittag kam es an einer Gesamtschule in der Stegerwaldstraße im Kasseler Stadtteil Waldau zu einem Feuerwehr- und Polizeieinsatz. Von dort wurden mehrere verletzte Schüler und Lehrer gemeldet, die beispielsweise über Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen klagten.

Aktualisiert: Nachdem freigesetzter Reizstoff am gestrigen Donnerstagvormittag gegen 10:50 Uhr an einer Schule in der Stegerwaldstraße in Kassel-Waldau für einen Rettungs- und Polizeieinsatz sowie mehrere verletzte Schüler und Lehrer sorgte, ist der Verursacher der Aktion der Polizei mittlerweile bekannt. Im Laufe des gestrigen Tages konnte schließlich ein zwölfjähriger Schüler als möglicher Verantwortlicher identifiziert werden, der schließlich ein Reizstoffsprühgerät aushändigte. Gegenüber den Beamten des Polizeireviers Ost gab der Junge reumütig zu, mit dem Gerät auf der Jungentoilette gesprüht zu haben, offenbar nicht in Erwartung der späteren Folgen.

Erstmeldung: Gegen 10:50 Uhr war ein zunächst unbekannter Stoff offenbar im Bereich einer Toilette freigesetzt worden oder ausgetreten. Erste Überprüfungen der Feuerwehr deuteten schnell darauf hin, dass es sich offenbar um Reizstoff gehandelt hatte. Ein Verursacher oder die genaue Art und Weise der Freisetzung konnten bislang noch nicht ermittelt werden. Der betroffene Gebäudeabschnitt wurde vorsorglich geräumt.

Durch die Rettungskräfte wurden nach derzeitigen Erkenntnissen insgesamt etwa 40 verletzte Schülerinnen und Schüler, die aus der Jahrgangsstufe 5 sind, und Lehrerinnen und Lehrer versorgt. Bei den Verletzungen handelte es sich überwiegend um Atemwegs- und Augenreizungen, Kopfschmerzen sowie Schwindel.

Mitteilungen über Schwerverletzte liegen den eingesetzten Beamten nicht vor. Sie haben ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen unbekannt eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. Der betroffene Gebäudeteil wurde inzwischen wieder freigegeben.

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