Ruhestörung in Bad Wilhelmshöhe: 20-Jähriger in Polizeigewahrsam

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Am frühen Sonntagmorgen wurden mehrere Anwohner auf der Kasseler Marbachshöhe in ihrer Nachtruhe gestört und riefen die Polizei.

Kassel. Am frühen Sonntagmorgen waren mehrere Anwohner auf der Kasseler Marbachshöhe in ihrer Nachtruhe gestört und riefen die Polizei. Der Grund der Ruhestörung war eine Personengruppe, die sich lautstark lärmend auf dem Wilhelm-Rohrbach-Platz aufhielt. Trotz mehrfacher Aufforderung der eingesetzten Polizeistreife war ein Einzelner nicht einsichtig und musste die Nacht im Gewahrsam verbringen. Bei seiner Festnahme trat er zudem noch nach einem Beamten und verletzte ihn leicht.

Mehrere Anwohner hatten gegen 2.45 Uhr die Polizei verständigt, da von einer größeren Personengruppe in der Grünanlage auf dem Wilhelm-Rohrbach-Platz ruhestörender Lärm ausging. Wie die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Süd-West berichten, haben sie feiernden  Personen zunächst aufgefordert, leiser zu sein und ihnen erklärt, dass sie des Platzes verwiesen werden können, wenn keine Ruhe einkehrt. Weitere Beschwerden von Anwohnern ließen nicht lange auf sich warten, so dass die Streife erneut einschreiten musste und nunmehr gegen die Personengruppe Platzverweise aussprach. Die meisten Personen kamen dieser Aufforderung nach und verließen die Örtlichkeit. Nur ein 20-Jähriger aus Kassel blieb sitzen und war nicht einsichtig. Er diskutierte in unverminderter Lautstärke mit den Beamten, so dass er nun zur Durchsetzung des Platzverweises in Polizeigewahrsam genommen werden musste. Seiner Festnahme widersetzte er sich mit Schlägen und Tritten und verletzte dadurch einen Beamten leicht.

Versuchte Gefangenenbefreiung durch Freunde

Zwei zwischenzeitlich zurückgekehrte Freunde versuchten die Festnahme zu verhindern. Ein 24- und ein 19-Jähriger aus Kassel wollten die Polizeibeamten von ihrem Freund wegziehen. Erst mit Unterstützung weiterer Streifenwagen anderer Reviere konnte die Festnahme endgültig durchgeführt werden. Auch die beiden Freunde wurden vorläufig festgenommen und nach Feststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie müssen sich nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung verantworten. Den 20-Jährigen, der die Nacht im Polizeigewahrsam verbrachte, erwartet zudem ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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