Schauinsland ist vom Kassel Airport-Erfolg überzeugt

Vorstartspannung im Reisebüroverband: Stefan Löber (Pro Flughafen Initiative), Michael Siegl und Petra Käckel (Reisebüroverband) Detlef Schroer (Schauinsland) und Jürgen Schierz, Verkaufsleiter Kassel Airport. Foto: Paul
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Vorstartspannung im Reisebüroverband: Stefan Löber (Pro Flughafen Initiative), Michael Siegl und Petra Käckel (Reisebüroverband) Detlef Schroer (Schauinsland) und Jürgen Schierz, Verkaufsleiter Kassel Airport. Foto: Paul

Vertriebsleiter Detlef Schroer vom Reiseveranstalter Schauinsland will am Standort Kassel einiges investieren.

Kassel. Ein Milliardenunternehmen hat demnächst seinen Airbus am Kassel Airport stehen und bringt die Nordhessen zuverlässig in den Urlaub.  "Schauinsland" ist in den letzten fünf Jahren zu einem der Großen in der Touristikszene geworden."Mit so einem Andrang hätte ich nicht gerechnet", staunte Detlef Schroer, Vertriebsleiter von Schauinsland, schon vor der Pressekonferenz im Kasseler Rathaus. Und stellte schnell klar: "Wir sind nicht gekommen, um schnell wieder zu gehen. Wir werden einiges investieren, und das lohnt sich nicht, wenn wir nur mal kurz um die Ecke schauen."

Das neue Milliardenunternehmen kommt mit einem ganz besonderen Pfund nach Kassel. "In den letzten Jahren haben sich die Luftfahrtunternehmen und die Reiseveranstalter deutlich voneinander getrennt. Mit allen Problemen, die daraus entstehen", weiß Flughafengeschäftsführer Ralf Schustereder aus leidvoller Erfahrung. "Bei Schauinsland ist das jetzt ganz anders. Das Unternehmen ist mit fünfzig Prozent an der neuen Fluggesellschaft Sundair mit Sitz in Stralsund beteiligt und hat dort das Sagen. Das ist ein deutliches Plus für uns."

Schon kurz nach der Eröffnung war Schauinsland einer der Reiseveranstalter, die Flüge von Kassel Calden aus anboten. "Wir kennen uns in Nordhessen gut aus", erklärte Schroer, warum man sich für Calden als dritten Standort für eine Maschine entschieden habe. "Aus zahlreichen Gesprächen mit Reisebüros wussten wir, dass die Nordhessen von ihrem Flughafen aus fliegen wollen. Nur das Angebot fehlte. Und das ist jetzt da."

Das wurde auch schon kurz nach der Pressekonferenz deutlich, als Schroer sich in der IHK mit Reisebüroinhabern traf, die gemeinsam einen Katalog für den Flughafen herausgegeben hatten. "Ich habe gedacht, es warten zwei Leute auf mich", war er baff, als er in den völlig überfüllten Raum kam. Und er erzählte gleich erst einmal wie es zu der Entscheidung gekommen war: "Wir saßen mit unserem fünfköpfigen Führungegremium zusammen. Die Entscheidung fiel drei zu zwei für Calden. Und meine Hand war mit oben. Jetzt stehe ich für die nächsten Jahre in der Verantwortung."

Den Reisebüros versprach er jede Menge Unterstützung: "Wir werden viel Geld in die Hand nehmen und den Flughafen auf allen Ebenen vermarkten. Das kann ich Ihnen heute schon versprechen." Der Jubel war groß.

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