Schmuck im Wert von 10.000 Euro gestohlen: Seniorin wird Opfer von falschem Wasserwerker

Eine hochbetagte Frau aus dem Kasseler Vorderen Westen ist am Montagvormittag das Opfer eines falschen Wasserwerkers geworden.

Kassel. Der Täter, der möglicherweise einen Komplizen hatte, erbeutete Schmuck im Wert von rund 10.000 Euro aus der Wohnung der Rentnerin. Die Beamten der Kasseler Kripo sind nun auf der Suche nach Zeugen, die zur fraglichen Zeit im Bereich des Tatorts möglicherweise verdächtige Personen beobachtet haben und Hinweise auf den Täter geben können.

Ereignet hatte sich der Trickdiebstahl in einem Mehrfamilienhaus an der Kölnischen Straße, nahe der Riedeselstraße. Die Tatzeit kann derzeit auf den Zeitraum zwischen 9 und 12 Uhr am Montagvormittag eingegrenzt werden. Eine Nachbarin hatte erst am gestrigen Dienstabend von der Seniorin erfahren, dass sie offenbar das Opfer von Trickdieben geworden war und daraufhin sofort die Polizei alarmiert. Wie die zum Tatort gerufenen Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kripo daraufhin von der Rentnerin erfuhren, hatte der Unbekannte am Vortag an ihrer Haustür geklingelt und sich als Mitarbeiter der Wasserwerke im "Notdienst" ausgegeben. Der Mann habe von Wasser in der Wohnung der Nachbarn berichtet - er müsse nun überprüfen, wo sich das Leck in der Leitung befindet. Dabei soll er ihr einen "Notdienst-Ausweis" gezeigt haben. Gemeinsam sei man anschließend von Raum zu Raum gegangen, um die Wasserleitungen zu überprüfen. In einem unbeobachteten Moment gelang es dann offenbar entweder diesem Mann oder einem unbemerkt in die Wohnung gekommenen Komplizen, den hochwertigen, mit Edelsteinen besetzten Gold- und Bernsteinschmuck aus dem Schlafzimmer der Rentnerin zu entwenden. Erst am nächsten Tag hatte sie das Fehlen ihres Schmucks bemerkt und sich der Nachbarin anvertraut.

Den falschen Wasserwerker beschrieb die Seniorin als ca. 30 bis 40 Jahre alten und etwa 1,70 Meter großen Mann. Er soll eine bräunliche Jacke oder Mantel getragen, akzentfreies Deutsch gesprochen und eine Aktentasche sowie einen "Notdienst-Ausweis" mitgeführt haben.

Die Ermittler des K 21/22 bitten Zeugen, die am Montagvormittag im Bereich des Tatort verdächtige Personen beobachtete haben und Hinweise auf den Täter oder einen möglichen Komplizen geben können, sich unter Tel. 0561 - 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

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