Schrotthaufen brannte in der Kasseler Yorkstraße

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Zum Brand eines Schrotthaufens auf dem Zerlegplatz eines Schrotthändlers rückte die Feuerwehr am Donnerstag aus.

Weil austretender Schwefelwasserstoff auf dem Schrottplatz  festgestellt wurde, wurde die Leipziger Straße von Kreisel bis Söhrestraße  gesperrt.

Kassel.  Am Donnerstag um 16.45 Uhr liefen zeitgleich mehrere Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr Kassel ein, mit der Meldung "Feuer und starker Rauch" in der Yorkstraße. Von der Leitstelle wurde ein durch Freiwillige Feuerwehr verstärkter Löschzug und Einheiten des Rettungsdienstes alarmiert.

Die ersten Einstzkräfte trafen um 16.45 Uhr in der Yorkstraße ein, der Brand war auf einen Schrotthaufen auf einer Fläche von 15x15 Metern beschränkt und konnte durch den Einsatz von zwei C-Rohren und einem Wasserferfer über die Drehleiter schnell gelöscht werden. Während der Nachlöscharbeiten, die durch einen Schrottgreifer des Firmeninhabers unterstützt wurden, trat plötzlich ein Faulgasgeruch auf.

Die Erkundung des vermeintlich austretenden unsichtbaren Gases hat ergeben, dass es sich um Schwefelwasserstoff handelte. Daraufhin wurde der Bereich Leipzigerstraße vom Kreisel bis zur Söhrestraße abgesperrt. Durch Unterstützung von Fachberatern von Kassel Wasser, der Unteren Wasserbehörde und der Uni Kassel wurden weitere Maßnahmen abgestimmt.

Bei den Löschmaßnahmen wurde die Bildung von Schwefelwasserstoff festgestellt.

 Gasmessungen in den Kellergeschossen der angrenzenden Wohngebäude ergaben ein negatives Ergebnis - keine messbare Konzentration. In den Abwasserkanälen war kurzzeitig eine recht hohe Konzentration von Schwefelwasserstoff messbar. Im Straßenbereich war die Konzentration entsprechend geringer und durch die örtlichen Windverhältnisse wurde die Konzentration nochmals verdünnt, sodass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand.

 Die Planung der Abwehrmaßnahmen gestaltete sich schwierig da die Ursache nicht eindeutig ermittelt werden konnte. Weiterhin kontinuierlich durchgeführte Messungen zeigten eine stetige Verringerung der Konzentration bis hin zur Schadstofffreiheit an den Messpunkten. Damit konnte man eine weitere Gasbildung ausschließen und die Gefahrenabwehrmaßnahmen beenden. Die Einsatzstelle wurde daraufhin der zuständigen Unteren Wasserbehörde der Stadt Kassel übergeben.

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