Schwarzarbeit: Ukrainer auf Krankenhaus-Baustelle festgenommen

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Bei Baustellenkontrollen in der Stadt Kassel und Ahnatal haben Zöllner des Hauptzollamtes Gießen am vergangenen Mittwoch vier Schwarzarbeiter festgenommen und drei weitere Männer der Schwarzarbeit überführt. Foto: privat

Kassel/Ahnatal. Der Zoll kontrollierte Baustellen in Ahnatal und im Vorderen Westen - und nahm mehrere Männer ohne Aufenthaltserlaubnis fest.

Kassel/Ahnatal. Auf der Baustelle eines Hausumbaues in einem Wohngebiet in Ahnatal entdeckten die Kasseler Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle zwei ukrainische Bauarbeiter, die keine Aufenthaltserlaubnis und auch keine Arbeitserlaubnis für Deutschland hatten.Die beiden Männer waren in der mit Verputzarbeiten im Inneren der ehemaligen Gaststätte beschäftigt, als die Zöllner die Baustelle inspizierten. Beide hatten eine Daueraufenthaltserlaubnis (Visum), die aber nur für Polen gilt. Sie gaben an, selbstständige Trockenbauunternehmer zu sein.  Die Arbeiter wurden wegen Verdachts der illegalen Einreise und des illegalen Aufenthaltes vorläufig festgenommen und an der Dienststelle vernommen.

Dabei stellte sich heraus, dass Kollegen der beiden auf der Baustelle des Diakonie-Krankenhauses in Kassel arbeiteten.Auch diese Baustelle kontrollierten die Zöllner umgehend und landeten auch hier einen Treffer. Sie erwischten zwei Ukrainer, die sich nach gleichem Muster illegal in Deutschland aufhielten.

Im Rucksack eines Arbeiters fanden die Schwarzarbeitskontrolleure dann noch die Pässe von drei anderen Ukrainern und einem Moldawier. Nach den Angaben der Festgenommenen hatten auch diese Männer auf den Baustellen gearbeitet.Um Ihre Pässe zurückzuerlangen, folgten sie der Vorladung des Zolls, erschienen auf der Dienststelle und erzählten den Zollbeamten die gleich Geschichte.

"Wir gehen davon aus, dass die Arbeiter nur zum Schein selbständig sind und müssen nun herausfinden, für wen sie auf den Baustellen gearbeitet haben", so Michael Bender der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

Gegen alle acht Schwarzarbeiter wurde ein Strafverfahren wegen illegalem Aufenthalt eingeleitet. Die Männer im Alter zwischen 20 und 48 Jahren wurden zwischenzeitlich von der Ausländerbehörde Kassel ausgewiesen. Sie müssen Deutschland bis Dienstag verlassen haben und haben eine zweijährige Einreisesperre. Einige traten unmittelbar nach der Entlassung durch den Zoll die Reise in ihr Heimatland an.

Die Ermittlungen des Zolls wegen illegaler Beschäftigung dauern an.

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