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Schwarzarbeit und höhere Preise: Inflation belastet Friseure

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Friseure sind unter Druck: Steigende Kosten machen ihnen zu schaffen.
Friseure sind unter Druck: Steigende Kosten machen ihnen zu schaffen. © Foto: Schaumlöffel

Es wird immer haariger!

Kaufungen Viele Kunden gehen zwar wieder zum Haare schneiden- oder -färben in den Salon, aber vielen Friseurinnen und Friseuren geht es wirtschaftlich trotzdem nicht gut. Denn: Sie sind unter Druck.

„Die Kosten steigen und ich kann sie so gar nicht auf die Preise an die Kunden weitergegeben“, berichtet Serdal „Freddy“ Aslar vom Frisurenstudio Freestyle in Kaufungen.

Hinzu kommt: „Schwarzarbeit im Friseurhandwerk floriert auch nach Corona! Ich kann ja sogar verstehen, wenn sich Kunden aufgrund der hohen Preise/Kosten bei Leuten zuhause schwarz die Haare shcneiden lassen und das Friseure anbieten. Aber wo soll das noch alles hinführen? Die Energiekosten steigen im Freestyle ständig. Zuletzt um 1600 Euro. Wie viel Euro soll ein Haarschnitt kosten, um all das zu decklen?“

Ein weiteres Problem ist der Personalmangel. „Man findet einfach keine guten und zuverlässigen Mitarbeiter.“ Um sein Team zu entlasten, will Freddy demnächst auf eine Vier-Tage Woche umsatteln. „Dadurch spare ich nicht nur ein bisschen Energie, sondern biete meinen Mitarbeitern auch längere Erholungspausen.“

Die sparen dann auch noch Spritkosten. Abends werde der Betrieb an den vier Tagen länger geöffnet sein. „Das bietet wiederum auch Leuten, die bis 17 Uhr arbeiten müssen, die Möglichkeit, in Ruhe nach Feierabend zum Friseur zu gehen und nicht ihren freien Samstag oder Urlaub dafür zu opfern.“ Eins will Freddy jedenfalls nicht machen: Die Preise weiter erhöhen. „Das kann ich meinen Kunden nicht antun.“

Der Kaufunger ist sich aber sicher: „Im Dienstleistungssektor wird sich bestimmt noch einiges ändern.“

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