Schwertransport hinterlässt drei Kilometer langes Chaos

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Kassel. Ein Schwertransport aus Rumänien fuhr Baustellenbaken und Leitpfosten auf der A44 um - und das über drei Kilometer.

Kassel. Ein etwa drei Kilometer langes Schlachtfeld umgefahrener Baustellenbaken auf der linken und abgefahrener Leitpfosten auf der rechten Seite hat in der Nacht zum heutigen Donnerstag gegen 2.30 Uhr ein nicht genehmigter Schwertransport aus Rumänien auf der A 44 hinterlassen. Der angerichtete Schaden soll bei mindestens 5.000 Euro liegen.

Der Schwertransport sowie das dahinter fahrende Begleitfahrzeug, die einfach weitergefahren waren und sich offenbar aus dem Staub machen wollten, konnten von einer Funkwagenbesatzung der Polizeiautobahnstation Baunatal kurz hinter der Unfallstelle fahrend entdeckt und schließlich auf die Tank- und Rastanlage Bühleck zur Kontrolle dirigiert werden. Durch die umgefahrenen Baken, die zum Teil mitten auf der Fahrbahn lagen, bildete sich in der Nacht ein Stau. Während einer kurzfristigen Vollsperrung wurden die Baken wieder aufgestellt. Gegen 4 Uhr lief der Verkehr wieder normal.

Genehmigung verfälscht

Auf der Rastanlage Bühleck wird der Schwertransport mit einem größeren Eisenteil für einen Betrieb in Duisburg auch voraussichtlich noch rund zehn Tage stehen bleiben müssen. Denn, so Polizeihauptkommissar Friedhelm Leck, ein Schwerverkehrsexperte der Autobahnpolizei Baunatal, mit dem Schwertransport war einiges im Argen.

Zunächst hatte sich die rumänische Spedition wohl selber auf der Basis einer früheren Genehmigung eine aktuelle Genehmigung gebastelt. Darin war die Ladung nur 22 statt 35 Tonnen schwer, der Transport um rund 50 Zentimeter schmaler als tatsächlich und auch deutlich kürzer. Damit wollte man offenbar die Erforderlichkeit der Polizeibegleitung umgehen. Neben der Verkehrsunfallflucht geht es also auch um Urkundenfälschung.

Sicherheitsleistung

Daneben fanden die Experten der Autobahnpolizei im Laufe des heutigen Vormittags noch zahlreiche technische Mängel an der Bereifung und dem Aufbau des Schwertransports. Wie Hauptkommissar Leck weiter berichtete, wird vermutlich eine Spezialfirma aus Paderborn in einigen Tagen mit Kran und geeignetem Schwertransporter die weitere Fahrt der schweren Fracht in Richtung Duisburg übernehmen.

Der 51-jährige Lkw-Fahrer sowie auch der Fahrer des Begleitfahrzeugs mussten auf Anordnung der Kasseler Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 600 Euro hinterlegen. Daneben wird die Autobahnpolizei auch die Möglichkeit der Gewinnabschöpfung prüfen. Das könnte die rumänische Spedition noch einmal 3.500 Euro kosten.

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