Seebühne wird für Kasseler Grimm-Musical erweitert

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Mit Plakat und Seebühnen-Modell: (v.li.)  Julia Wagner (Brüder Grimm Festival), Tanja Krauth (Choreografie), Yevgeniya Schott (musikalische Leitung), Rüdiger Canalis Wandel (Regie), Peter Zypries (Brüder Grimm Festival), Michael Fajgel (Künstlerischer Leiter)und Oliver Doerr (Bühnenbild). 

Im vergangenen Sommer waren alle Plätze für das Grimm-Musical bereits zur Hälfte der Spielzeit verkauft. In diesem Jahr wird "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" auf der Seebühne im Park Schönfeld gezeigt. Der Vorverkauf startet am 20. Mai.

Kassel.  „Der Teufel ist ein ganz armes Würstchen“, sagt Michael Fajgel über den Namensgeber des Grimm-Märchens „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, das ihm als Vorlage für das Buch zum diesjährigen Musical im Rahmen des Grimm-Festivals dient. „Er ist aber auch richtig fies“, ergänzt Regisseur Rüdiger Canalis Wandel.

Welche Eigenschaft des Bösen denn nun überwiegt? Davon können sich die Besucher des Märchenmusicals auf der Seebühne im Park Schönfeld ab dem 4. Juli in insgesamt 41 Veranstaltungen machen. „Wir erhoffen uns wieder über 20.000 Besucher“, sagt Peter Zypries, der mit seiner Crew und der diesjährigen Partnergemeinde Fuldatal 70 Veranstaltungen ins Programm schrieb.

Im Mittelpunkt des Brüder-Grimm-Festivalssteht natürlich das Musical, für dessen Umsetzung sich Bühnenbildner Oliver Doerr mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert sah: „Die Schwierigkeit ist, dass wir sehr viele Spielorte haben – Schloss, Mühle, Hölle.“ Die Bühne wurde daher etwas auseinandergezogen, misst jetzt gut 150 Quadratmeter – Möglichkeiten zum Umziehen für die acht Darsteller in 20 Rollen inklusive. „Außerdem war es uns wichtig, die Situation mit der Hölle und ihre Schwierigkeit, dorthin zu gelangen, deutlich zu machen“, erklärt Doerr die Idee, per Fährkahn vom Rondell ins Fegefeuer zu gelangen. „Eine sehr schöne theatralische Situation“, wie Doerr findet.

Bei aller Expansion auf dem Wasser – die Zahl der Zuschauerplätze ist gleich geblieben: 400 sind es pro Veranstaltung. „Wenn wir uns für die Zukunft etwas wünschen könnten, dann wäre es die Erweiterung der Tribüne um etwa 120 Plätze“, sagt Peter Zypries. Denn bereits zur Hälfte der Spielzeit im vergangenen Jahr waren alle Plätze für die Vorstellungen weg.

Als Neuerung erwartet die Besucher neben einer neuen Treppenanlage auch ein angeglichener Eintrittspreis: Aus den bislang zwei Kategorien wurde eine – „weil man von allen Plätzen gleich gut sieht“, wie Oliver Doerr findet. 25 Euro kostet die Karte nun auf allen Plätzen bei der zwölften Auflage des Festivals. 23 Euro hatten Besucher bislang für eine Karte der nun wegfallenden Kategorie 2 bezahlt. Der Vorverkauf für die Karten beginnt am 20. Mai.

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