Sensation! KSV siegt gegen Wehen-Wiesbaden 1:0

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Nach tollem Kampf: Enrico Gaede schießt Tor des Tages, Kassel im Pokalfinale.

Fußball. Es war das angekündigte Spiel des Jahres: Das Halbfinale im Hessenpokal des KSV Hessen Kassel gegen Drittligist Wehen-Wiesbaden. Sollten die Löwen am Mittwochabend im flutlichhellen Auestadion die Sensation schaffen, würde bei einem folgenden Finalsieg der lukrative DFB-Pokal warten.

Und es gelang. Dank eines Tores von Routinier Enrico Gaede in der 113. Spielminute endete die Partie 1:0 für Kassel.

Los ging das Spiel nach dem Geschmack der Löwen-Fans: Kassel hielt gegen den klassenhöheren Gegner aus der hessischen Landeshauptstadt mit. Ja, am Anfang bestimmten die Kasseler gar das Geschehen. Nur: Chancen gab es nicht, weder für Kassel noch für den Gast aus Wiesbaden.

Dort stand mit Christian Hock ein alter Bekannter an der Linie: Hock war einst selbst Trainer der Löwen, sortierte damals Kassels Jahrhundertstürmer Thorsten Bauer aus. Und Hock sah, dass sich sein Drittligist gegen die Gastgeber im Auestadion schwer tat. NIchts lief bei Wehen-Wiesbaden zusammen, Kassel hielt hinten dicht.

Erstmals wirklich gefährlich wurde es erst in der 43. Minute: Da drosch Wiesbadens Jonas Acquistapace den Ball nach einer Ecke aus 18 Metern neben das Tor - eine halbe Chance..

Und im direkten Gegenzug machte Kassel endlich ernst: Shqipon Bektasi wuselte sich geschickt durch den Strafraum der Gäste, doch letztlich ging sein Schuss aus spitzem Winkel über das Tor. Mit dem 0:0 - einem der besseren Art - ging es in die Pause.

An dem ausgeglichenen Bild änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts: Gast und Gastgeber neutralisierten sich. Mike Feigenspans Schuss über das Tor war da lange das einzig spannenden vor dem Tor (52.) - wenngleich das Spiel nicht schlecht war.

Aufregung gab es in der 67. Minute: Da versuchte es es Wiesbadens Soufian Benyamina mit dem Kopf, erwischte dabei auch Kassels langen Innverteidiger Stefan Müller, der sich schwer am Kopf verletzte und blutend ausgewechselt werden musste. So blieb es zunächst weiter beim 0:0.

Ändern hätte dies der für den verletzten Müller eingewechselte Henrik Giese können: Nach einer Ecke stand Giese mutterseelenallein am Elfmeterpunkt, sein schwacher Schuss ging allerdings daneben (78.).

Und so deutete alles auf Verlängerung hin - die es fast nicht gegeben hätte: Wiesbadens eingewechslter Luca Schnellbacher tauchte in der Nachspielzeit zunächst frei vor Kevin Rauhut auf, doch Kassels Torwart war voll wach, riskierte Kopf und Kragen und parierte. Nur Sekunden später kam erneut Schnellbacher an den Ball, diemals mit dem Kopf. Doch er traf nicht. Und somit erhielten die 2600 Fans noch einmal 30 Minuten Zugabe.

Und auch in dieser das gewohnte Bild: Beide Teams neutralisierten sich, Kassel war keine Klasse schlechter. Im Gegenteil: Es kam die 113. Minute. Der KSV kämpfte sich energisch an den Strafraum der Gäste. Plötzlich steht da Enrico Gaede, der Mann, der nach der Saison die Fußballschuhe an den Nagel hängen wird, fasst sich ein Herz und knallt den Ball ins Tor. 1:0, Wahnsinn!

Die letzten Minuten wurde noch gezittert, doch Wiesbaden knackte die KSV-Abwehr nicht mehr. 1:0, das Fußball-Pokal-Wunder ist geschehen.

 

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