Sicherer im Internet unterwegs: Infostände beim Offenen Kanal

Ein Teil des Netzwerks Medienkompetenz: (v.li.): Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR), Polizeihauptkommissar Oliver Kranki,Fachberater für Internet und neue Medien, Sandra Bischoff, Referntin LPR , Medientrainer Jan Ruckel und Uwe Josuttis, Geschäftsführer von Netzwerk gegen Gewalt. Fotos: Ehrig

Sicherer im Internet surfen: Experten informierten am Safer Internet Day im Offenen Kanal.

Kassel. „Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch vor vier Jahren und erntete damit Hohn und Spott. Für alle ist das Internet mit Sicherheit kein Neuland, besonders nicht für junge Menschen die mit dem Internet groß geworden sind. Doch wie sieht es mit den älteren Generationen aus?

Denn besonders für Eltern ist es wichtig zu wissen was ihr Kind im Netz so treibt. Der Safer Internet Day, der vor kurzem im Medienprojektzentrum Offener Kanal im Kulturbahnhof stattfand, sollte deshalb in besonderem Maße Eltern ansprechen. „Eltern sollten, auch wenn es um das Thema Internet geht, der erste Ansprechpartner für ihre Kinder sein“, sagt Jörg Ruckel, Medientrainer im Medienprojektzentrum.

Die Welt dreht sich in der digitalen Welt jedoch etwas schneller, was heute noch neu und Hip im Netz ist, ist schon bald wieder Schnee von gestern. „Vor ein paar Jahren haben wir hier noch über SchülerVZ oder Yahoo Messenger gesprochen“, so Ruckel – das waren noch Zeiten. In diesem Jahr stand das Thema Cybermobbing im Fokus. Immerhin jeder Dritte Jugendliche kennt Cybermobbing aus dem Freundeskreis. Dass das Mobben im Internet in den letzten Jahren zugenommen habe, kann Jörg Ruckel allerdings nicht bestätigen: „Es ist aber einfacher geworden auf jemanden ‘einzuschlagen’ – und zwar völlig anonym“, erklärt er.

Zwar werde Cybermobbing besonders an Schulen thematisiert, allerdings werde in Behörden sicherlich mehr gemobbt als an Schulen. Doch das Internet sollte bei der Veranstaltung keineswegs als gefährlich dargestellt werden, auch wenn es Fallstricke gibt, „wir wollen hier ebenfalls zeigen, welche Medien benutzt werden können und wie hilfreich das Internet sein kann“, so Ruckel.

Ist diese Nachricht betrügerisch? Alexandra Kunz von der TU Darmsatdt informierte über das Thema „Phishing“. Unter secuso.org/nophish kann man sich im Internet über betrügerische Mails informieren.

In die gleiche Kerbe schlug auch Oliver Kranki, Polizeihauptkommissar Oliver Kranki, Fachberater für Internet und neue Medien: „Das Internet ist ja nicht nur gefährlich. Ältere Menschen würden es am liebsten abschaffen, doch das Auto wird ja auch nicht abgeschafft obwohl es auch gefährlich ist und Nachteile mit sich bringt“, so Kranki. Am Stand des Polizeipräsidiums Nordhessen sowie am Stand der TU Darmstadt wurde ausführlich über das Phishing aufgeklärt. Beim Phshing versuchen Betrüger durch E-Mails, gefälschte Webseiten oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internetbenutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. „Doch die meisten Fragen bekomme ich heute zum Thema Urheberrecht im Internet“, erklärt Kranki.

Ebenfalls ein sensibles Thema in Zeiten von Streamingportalen wie Kinox.to, das für viele, so wie das Internet, kein Neuland ist.

Der Safer Internet Day

Der Safer Internet Day geht auf die Initiative der Europäischen Union und des europäischen Netzwerkes der EU, INSAFE (lnternet Safety for Europe), zurück. INSAFE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit im lnternet zu erhöhen. Mitglieder im Netzwerk sind jeweils die Initiativen in den europäischen Staaten - in Deutschland klicksafe. In Deutschland initiiert und koordiniert klicksafe Aktionen und Veranstaltungen am Safer Internet Day. In Kassel wurde die Veranstaltung vom Netzwerk Medienkompetenz Nordhessen (MKNH), der Technischen Universität Darmstadt und dem polizeipräsidium Nordhessen organisiert. Das Netzwerk Medienkompetenz Nordhessen ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen und Initiativen, die in Nordhessen in der medienpädagogischen Arbeit – insbesondere mit Kindern und Jugendlichen – aktiv sind.

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