Sieben Fälle an einem Nachmittag: Polizei warnt vor Taschendieben

Am Donnerstagnachmittag kam es gleich zu sieben Fällen von Taschendiebstahl in der Kasseler Innenstadt. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Kassel. Die Polizei warnt aktuell vor Taschendieben in der Kasseler Innenstadt. Am Donnerstag und im Laufe des Freitags erstatteten bislang sieben Frauen im Alter von 49 bis 89 Jahren Anzeige bei der Kasseler Polizei. Alle waren am Donnerstagnachmittag, in der Zeit zwischen 13.15 und 19.30 Uhr, in der Innenstadt von Taschendieben bestohlen worden. Die Täter scheinen dabei äußerst geübt und geschickt vorgegangen zu sein, alle Opfer hatten den Diebstahl erst später bemerkt. Die aufgrund der bekanntgewordenen Taten eingeleiteten offenen und verdeckten Maßnahmen der Kasseler Polizei in der Innenstadt führten bislang nicht zum Erfolg. Die weiteren Ermittlungen zu den bislang bekannten sieben Fällen werden beim für Taschendiebstähle zuständigen Kommissariat 21/22 der Kasseler Kripo geführt und dauern an.

Zeugen gesucht; verdächtige Beobachtungen der Polizei melden

Die Ermittler sind auch auf der Suche nach Zeugen, die am Donnerstag in der Innenstadt möglicherweise Beobachtungen im Zusammenhang mit einem der Taschendiebstähle gemacht haben und Hinweise auf die Täter geben können. Zudem bittet die Polizei darum, bei verdächtigen Beobachtungen in der Innenstadt die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen.

Straßenbahnen und Fußgängerzone waren Tatorte

Fünf der sieben Opfer vermuten, im dichten Gedränge der Straßenbahn Opfer der Diebe geworden zu sein. Zwei Frauen schilderten den Beamten bei der Anzeigenerstattung davon, dass sie offenbar in der Fußgängerzone zwischen Königsplatz und Rathaus bestohlen worden waren. Den eigentlichen Diebstahl hatte keines der Opfer direkt bemerkt. Sechs der Frauen war die Geldbörse aus am Körper getragenen und verschlossenen Handtaschen, einer Frau aus der Gesäßtasche gestohlen worden.

Zeugen, die den Ermittlern des K 21/22 Hinweise zu einem der sieben Taten vom Donnerstag geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561 - 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. Bei aktuellen verdächtigen Beobachtungen zu Taschendiebstählen in der Innenstadt bittet die Polizei um sofortige Information über den Notruf 110.

Zudem empfiehlt die Polizei die folgenden fünf Verhaltensregeln, um sich vor Taschendieben zu schützen:

1. Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.

2. Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.

3. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.

4. Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.

5. Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest
Kassel

Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest

„Uns liegt natürlich auch die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter am Herzen. Weil wir die nicht gefährden wollen, haben wir uns für die Notbremse entschieden.“
Betreiber ziehen Notbremse: Grimms Hütte auf Weihnachtsmarkt geschlossen - Kassel Marketing hält an Markt-Durchführung fest
Hessische Landesregierung verschärft Corona-Schutzverordnung: „Wir reagieren auf die dramatische Lage“ 
Kassel

Hessische Landesregierung verschärft Corona-Schutzverordnung: „Wir reagieren auf die dramatische Lage“ 

Die Sonntag, dem 5. Dezember 2021, gelten neue Regelungen der Corona-Schutzverordnung in Hessen.
Hessische Landesregierung verschärft Corona-Schutzverordnung: „Wir reagieren auf die dramatische Lage“ 
30.000 LEDs: Ahnataler Weihnachts-Haus wird zum Besuchermagnet
Kassel

30.000 LEDs: Ahnataler Weihnachts-Haus wird zum Besuchermagnet

Während vor drei Jahren alles mit einer Lichterkette im Garten anfing, beleuchten Dominik Pieczko und Sascha Bärwald ihr Haus zur Weihnachtszeit inzwischen mit 30.000 …
30.000 LEDs: Ahnataler Weihnachts-Haus wird zum Besuchermagnet
Für mehr Sicherheit: Gerichtsvollzieher werden mit Alarmmeldern ausgerüstet
Kassel

Für mehr Sicherheit: Gerichtsvollzieher werden mit Alarmmeldern ausgerüstet

Feldversuch gestartet: Zunächst bekommen 25 nordhessische Gerichtsvollzieher einen Alarmmelder
Für mehr Sicherheit: Gerichtsvollzieher werden mit Alarmmeldern ausgerüstet

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.