Auf Siebenbergen einen Kaffee genießen: MHK eröffnet neuen Pavillon

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Endlich fertig: Nach eineinhalb Jahren Bauzeit bietet der neue Besucherpavillon vor der Insel Siebenbergen ein gleichnamiges Café, einen Museumsshop sowie die Kasse.

Nachdem unerwartete Statikprobleme die Bauarbeiten am neuen Besucherpavillon vor der Insel Siebenbergen stark verzögerten, konnte die Museumslandschaft Hessen Kassel nun das elliptische Juwel eröffnen.

Kassel. Im Stil der 50-Jahre geleitet das weiße Brückengeländer mit den gekreuzten Stäben die Besucher der Karlsaue seit Jahrzehnten nach Siebenbergen. Auf der um 1710 angelegten Blumeninsel können Naturliebhaber jetzt aber nicht mehr nur einen idyllischen Spaziergang durch die bunte Pflanzenwelt genießen, sondern auch Kaffee und Kuchen.

Denn: Nach eineinhalb Jahren Bauzeit und langwierigeren Planungsprozessen durch unerwartete Statikprobleme ist nun der neue Besucherpavillon eröffnet worden. Mit seiner elliptischen Form und den trapezartigen Glaselementen an der Fassade soll auch dieser den Charme der 50er Jahre wieder aufleben lassen und bildet den neuen Eingangsbereich zur Insel.

„Besonders ist, das es sich um einen extrem filigranen Bau handelt. Ich bin auf den ersten Winter gespannt“, scherzte Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). „Es müssen erst einmal alle Jahreszeiten vergangen sein damit wir erkennen, wie das Gebäude reagiert, aber wir sind sehr zuversichtlich“, ergänzte Ioanna Terzi, die das 1,6 Millionen Euro teure Bauprojekt für den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen betreute. Elf Handwerksbetriebe, von denen die meisten aus der Region stammen, seien in die Bauarbeiten involviert gewesen, wie Ioanna Terzi angab.

Bei der Schlüsselübergabe: (v.li.) Ioanna Terzi (Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen), Prof. Dr. Martin Eberle (Direktor MHK) und Johannes Reinhold (Inhaber Falada).

Während der neu errichtete Pavillon künftig ein Café, einen Museumsshop sowie die Kasse beherbergt, zählen zum Gesamtprojekt des Auftraggebers MHK aber auch der Umbau des einstigen Kassenhauses zum WC-Gebäude und ein Anbau für die Gartenabteilung. Kleinere Restarbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb in den nächsten Wochen und einige optische Vorhaben werden im Herbst, wenn die Insel für Besucher geschlossen ist, realisiert. Dann soll beispielsweise der derzeit noch provisorische Schottervorplatz am Pavillon einer wassergebundenen Wegedecke weichen und eine Verkleidung des Vordachs vorgenommen werden.

Dass sich die Eröffnung des neugestalteten Eingangsbereichs ein wenig verzögert hat, bewertetet Johannes Reinhold als ‚gar nicht so schlimm‘: „Das hat die Möglichkeit geschaffen, sich mit dem ein oder anderen Detail ausführlicher zu beschäftigen“, erklärte der Inhaber des „Falada“ in der Grimmwelt und künftiger Betreiber des Pavillon-Cafés „Siebenbergen“. Der gastronomische Betrieb orientiert sich dabei an die Öffnungszeiten der Blumeninsel und wird ab Samstagmorgen, 10 Uhr, aufgenommen. Coronabedingt laden erst einmal rund 42 Außen- und 20 Innensitzplätze die Besucher zum Verweilen und Genießen des malerischen Ausblicks ein. Hinzu kommen 25 Liegestuhlplätze auf der Wiese, die links neben der Eingangsbrücke gelegen ist. Wenn die Blumeninsel nach 18 Uhr geschlossen ist, ist das Café außerdem als Eventlocation für private Feiern buchbar.

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