Silvester im Bergpark Wilhelmshöhe: Ohne Böller und Müll ins neue Jahr

Kassels Bergpark, der 2013 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wird auch dieses Silvester wieder zahlreiche Menschen anziehen, die den Jahreswechsel mit hervorragendem Blick über die Stadt Kassel genießen wollen. Dieses Erbe gilt es, vor allem an Silvester, durch Rücksichtnahme aller Bergparkbesucher zu schützen.

Kassel. Europas größter und weltweit einmaliger Bergpark Bad Wilhelmshöhe wurde gemeinsam mit dem Herkules-Monument und den Wasserspielen am 23. Juni 2013 von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Dieses Erbe gilt es jedes Jahr, und insbesondere an Silvester, durch Rücksichtnahme aller Bergparkbesucher zu schützen.

Sachbeschädigungen und Müll sorgten für Ärger

In früheren Jahren war das leider nicht immer der Fall. In der Silvesternacht begangene Sachbeschädigungen und zurückgebliebener Müll in Form abgebrannter Feuerwerkskörper oder leerer Sektflaschen waren ein Ärgernis für jeden Bergparkbesucher. "Der Park und seine Einrichtungen gehören zum kulturellen Erbe der Menschheit. Wir appellieren daher insbesondere an die zu Silvester feiernden Menschen, sich umsichtig und verantwortungsvoll im Bergpark zu verhalten, auf Feuerwerk zu verzichten; vor allem aber keine Feuerwerkskörper in der Nähe der historischen Gebäude zu zünden und Müll wieder mit nach Hause zu nehmen", sagt Natascha Callebaut, Pressesprecherin der MHK.

Erfreuliche Bilanz der letzten beiden Silvester

Zuletzt war dieser Appell an die Besucher erhört worden. In den letzten beiden Jahren fiel die gemeinsame Bilanz von MHK und Polizei am Neujahrstag erfreulich aus, wie Polizeirat Henning Hinn, Leiter des zuständigen Polizeireviers Süd-West, berichtet: "Bei den beiden letzten Silvesterfeiern sind strafbare Handlungen im Bergpark, entgegen früherer Zeiten, nahezu ausgeblieben. Wir freuen uns, dass unser gemeinsamer Appell und die sichtbare Präsenz der Polizei offenbar zu diesem Ergebnis beigetragen hat und ich habe auch in diesem Jahr wieder das Vertrauen in die Vernunft der feiernden Gäste, dass Sachschäden am Schloss und am Herkules ausbleiben werden."

Verkehrskonzept hat sich bewährt

Der Verkehrslage am Herkules kommt auch in diesem Jahr wieder eine besondere Bedeutung zu. Um den Besuchern am Silvesterabend eine sichere An- und Abreise zu gewährleisten, wird auf das bewährte Verkehrskonzept der Vorjahre zurückgegriffen. Sollten die Parkmöglichkeiten am Herkules und der dorthin führenden Ehlener Straße ausgeschöpft sein, wird die Kreisstraße 6 ab dem Ehlener Kreuz für Fahrzeuge gesperrt, um so die Rettungswege freizuhalten.

"Der Blick über Kassel an Silvester mit dem Wahrzeichen der Stadt im Rücken ist einmalig. Er dürfte für jeden, Kasseläner, Kasselaner, Kasseler oder Besucher der Stadt, sicherlich auch ohne am Schloss oder Herkules gezündete Feuerwerkskörper und ohne mit dem Auto bis an den Herkules heranzufahren in schöner Erinnerung bleiben.", sind sich Natascha Callebaut und Henning Hinn einig.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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