SMA-Schock: Jetzt 1600 Stellen weg!

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SMA muss noch mehr Stellen abbauen als urpsrünglich geplant: Bis zum 30. Juni 2015 fallen weltweit ca. 1.600 Vollzeitstellen weg. Davon betroffen sind ca. 1.300 Mitarbeiter auf den Standort Deutschland und ca. 300 Vollzeitstellen auf die Standorte im Ausland. Foto: Archiv

Im vergangenen Jahr sprach man noch von 600, jetzt will sich der Solar-Riese von 1600 Mitarbeitern trennen.

Niestetal. Der Vorstand der SMA Solar Technology AG  geht von einem schwierigen Geschäftsjahr 2015 und einem rückläufigen Umsatzniveau aus.  Für 2014 bestätigt der Vorstand das obere Ende der Umsatzprognose von 790 Mio. Euro und einen Verlust von bis zu 115 Mio. Euro (ohne Rückstellungen für den geplanten Mitarbeiterabbau). Vor dem Hintergrund des gesunkenen Umsatzniveaus plant der SMA Vorstand, bis zum 30. Juni 2015 weltweit ca. 1.600 Vollzeitstellen in allen Unternehmensbereichen abzubauen.

Bezogen auf die 4.667 Vollzeitstellen (ohne Zeitarbeitskräfte) per 31. Dezember 2014 plant der SMA Vorstand, bis zum 30. Juni 2015 weltweit ca. 1.600 Vollzeitstellen abzubauen. Davon entfallen ca. 1.300 Vollzeitstellen auf den Standort Deutschland und ca. 300 Vollzeitstellen auf die Standorte im Ausland. Die im letzten Jahr bereits angekündigten Abbauziele von über 600 Vollzeitstellen sind in den Angaben berücksichtigt. Der SMA Vorstand strebt einen sozialverträglichen Personalabbau an. Zum aktuellen Zeitpunkt können aber betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden.

"Wir rechnen auch für die kommenden Jahre mit einem starken Preisdruck im globalen Photovoltaikmarkt und mit einem weiteren Nachfragerückgang in Europa, insbesondere in Deutschland. Die außereuropäischen Märkte werden sich hingegen vorteilhaft entwickeln. So wird der Markt mittelfristig gemessen in Gigawatt zwar weiter wachsen, gemessen in Euro erwarten wir jedoch weltweit einen Rückgang. Um in diesem Umfeld wieder zur Profitabilität zurückzukehren, wollen wir die Strukturen der SMA an ein niedrigeres Umsatzniveau anpassen. Nur so können wir bei geringeren Umsätzen die Gewinnschwelle erreichen. Leider ist vor diesem Hintergrund ein weltweiter Personalabbau unumgänglich. Wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen definiert, die wir in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat diskutieren werden", erklärt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. "Die hieraus resultierenden Effekte werden allerdings frühestens ab der zweiten Jahreshälfte greifen, so dass SMA voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr noch nicht zur Profitabilität zurückkehren wird." Mit einer Nettoliquidität von rund 220 Mio. Euro könne SMA die Transformation und die Umsetzung der Strategie aus eigener Kraft finanzieren, so Urbon weiter.

Das Konzept für die Transformation der SMA sowie den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand beim 7. Capital Markets Day am kommenden Freitag, 30. Januar 2015, in Kassel konkretisieren sowie Mitarbeiter und Öffentlichkeit informieren.

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