„Solidarität ist Zukunft“: Kundgebung am 1. Mai per Livestream

Hauptrednerin auf dem Königsplatz ist die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Andrea Kocsis.
+
Hauptrednerin auf dem Königsplatz ist die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Andrea Kocsis.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt zum 1. Mai 2021 das Motto „Solidarität ist Zukunft“ und zeigt damit Kontinuität zu seinem Motto 2020.


Kassel. „Die Corona-Krise fokussiert wie ein Brennglas gesellschaftliche Defizite, so in der digitalen Infrastruktur oder in sozialer Teilhabe, und hat soziale Ungleichheiten weiter verschärft. Gerade Menschen mit geringen Einkommen und prekären Beschäftigungsverhältnissen trifft es besonders hart“, sagt Jenny Huschke, Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Kassel. „Wir streiten dafür, den Sozialstaat zu stärken. Für gesellschaftliche Umverteilung und ein gut finanziertes, technisch und personell gut ausgestattetes öffentliches Bildungssystem für alle. Wir streiten für Solidarität. Denn niemand bewältigt diese Krise allein!“

Mit Sicherheit und Abstand

„Denkt dezentral. Nehmt - digital - teil.“ Mit dieser Botschaft überträgt der DGB am 1. Mai ab 10.30 Uhr seine Kundgebung in einem Livestream. So können alle Interessierten in Kassel und Nordhessen partizipieren. Huschke stellt klar: „Wir sind am 1. Mai 2021 politisch präsent. Mit Sicherheit. Mit Abstand!“ Dazu liegt ein entsprechendes Hygienekonzept vor.

Hauptrednerin auf dem Königsplatz ist die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Andrea Kocsis. Sie sagt: „Wir als Gewerkschaften füllen das Wort Solidarität mit Leben, indem wir einstehen für Zusammenhalt und gemein
sam für bessere Arbeitsbedingungen und ein besseres Leben auf die Straße gehen. Und wenn es konkret wird, sind wir da und kämpfen, zum Beispiel gerade für bessere Löhne in der Altenpflege und im Handel oder für das Durchbrechen der tariflichen Lohnmauer zwischen Ost- und Westdeutschland in der Metall- und Elektroindustrie.“

Der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle und ein*e Vertreter*in der DGB Jugend haben bisher ein Grußwort zugesagt. Laut Jenny Huschke bietet der Königsplatz ausreichend Raum für einen Corona-konformen 1. Mai. „Wir setzen darauf, dass alle Teilnehmenden auf Abstand und Masken achten! Verpflegung, Infostände und unsere traditionelle Maidemonstration wird es nicht geben. So treten wir verantwortungsbewusst und zuversichtlich für unsere Rechte und eine solidarische Krisenbewältigung ein.“

Tag der Arbeit auch im Netz – regional und bundesweit

Abschließend verweist die Gewerkschafterin auf den Livestream, mit dem die DGB Region Nordhessen am Samstagmorgen – mit ihrer Kundgebung aus Kassel – online geht. Unter www.nordhessen.dgb.de können Interessierte den gewerkschaftlichen Aktivitäten unverbindlich folgen. Der DGB bietet bundesweit ab 14 Uhr einen Livestream zum 1. Mai.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Null Punkte bei bundesweitem Ranking: Letzter Platz für Kassel Bahnhof-Wilhelmshöhe

Setzen, 6! Oder: Null Punkte. So lautet das Ergebnis für den Bahnhof Wilhelmshöhe bei einem bundesweiten Ranking. Am besten schnitt der Nürnberger Bahnhof ab.
Null Punkte bei bundesweitem Ranking: Letzter Platz für Kassel Bahnhof-Wilhelmshöhe

Kassels Oberbürgermeister und die Zissel-Präsidentin sind ein Paar

Wir lüften Kassels süßestes Geheimnis: der Kasseler OB Christian Geselle und die Präsidentin vom Kasseler Zissel, Janine Herr, sind ein Paar. Und das schon seit …
Kassels Oberbürgermeister und die Zissel-Präsidentin sind ein Paar

Jung, weiblich, digital-affin: Kim Kohlhase wirbt beim RP Kassel für die Feuerwehr der Zukunft

Digitalisierung, technische Neuerungen, Mitgliedergewinnung in Zeiten des demographischen Wandels: Die Freiwilligen Feuerwehren stecken auch in NordOstHessen in einem …
Jung, weiblich, digital-affin: Kim Kohlhase wirbt beim RP Kassel für die Feuerwehr der Zukunft

Kommentar einer freien Hebamme

Kommentar einer freien Hebamme zum Thema "Gewalt in der Geburtshilfe"
Kommentar einer freien Hebamme

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.