Wie ein Sommermärchen: Hugenottenhaus-Schau endet – Kunstoase öffnet im Dezember wieder

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Packte der Kuratorenfamilie Maren, Silvia und Lutz Freyer nicht nur an, sondern stellte im Hugenottenhaus auch aus: Der Kasseler Künstler Stephan von Borstel (2.v.li.).

Als die Eröffnung der Schau Bewegte Zimmer wegen der Pandemie verschoben werden musste, hätten Familie Freyer und Investor Udo Wendland nicht gedacht, dass noch alles fast wie im Märchen endet

Kassel. So schnell vergeht die Zeit: „Es war wie ein Sommermärchen für uns!“, berichtet Lutz Freyer, Mitkurator vom Hugenottenhaus. Als er im März mit seiner Frau Silvia, Tochter Maren und weiteren fleißigen Helfern den Garten entrümpelte und dort eine Kunstoase erschuf, ahnte er noch nicht, was Frühjahr und Sommer in Corona-Zeiten noch so alles mit sich bringen würde.

Als die Eröffnung der Schau Bewegte Zimmer wegen der Pandemie verschoben werden musste, hätte die Familie und Investor Udo Wendland nicht gedacht, dass noch alles fast wie im Märchen endet. Denn nicht nur die Ausstellung „Bewegte Zimmer“ (15 lokale und nationalen Künstler zeigten dort ihre Werke) stieß auf große Resonanz, sondern auch der Kulturgarten und die reaktivierte Cafe-Bar Perle 2 lockte Gäste aus nah und fern in die Friedrichsstraße 25. Aufgrund von Covid-19 spielte sich diesen Sommer - wenn sich überhaupt irgendwo etwas abspielte – alles draußen ab.

Und dafür war der Hugenottenhaus-Garten mit seinen vielen Sitzgelegenheiten und Nischen wie geschaffen. „Mit einem so großen Zulauf hätten wir nie gerechnet. Aber es freut mich natürlich sehr, dass wir unseren Besuchern auch in Corona-Zeiten Kunst und Kultur bieten konnten und die für viele Leute schwere Zeit etwas versüßen durften.“ Da der Sommer nun vorbei ist und sie Ausstellung nur bis 27. September anvisiert war, wurde am Sonntagabend nochmal mit Unterstützern und Freunden die Finissage gefeiert. Und dabei konnte Silvia Freyer erfreut verkünden: Im Jahr 2021 geht's mit der Ausstellung weiter.“ „Sie wird dann Doppelzimmer heißen“, verriet Lutz Freyer. Natürlich wird dann auch die Kunstzone und die Bar wieder geöffnet sein.

Kunstoase im Dezember nochmal geöffnet

Doch Fans der grünen Oase brauchen gar nicht so lange zu warten: Während der Abschlussrede fiel einigen Gästen auf, dass in der Mitte des Garten mehrere Tannen gepflanzt wurden.

Am letzten Tag der Ausstellung gab es wieder etwas neues zu sehen: Ein großer und mehrere kleine Tannenbäume wurden von Lutz Freyer am Wochenende in den Garten gesetzt.

Viele rätselten darüber, warum die dort nun hingesetzt wurden. Später gab es die Auflösung. „Wenn es die Corona-Regeln zulassen, möchten wir im Dezember in der Kunstzone ein paar Tage eine Art Wintergrillen anbieten“, so Freyer. Und damit das im passenden Ambiente geschehe, hat Freyer schon mal die ersten Bäume gepflanzt.

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