Spannende Entdeckungen in Kassels alter Hauptpost

Alte Hauptpost in Kassel
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8.600 Quadratmeter in bester Lage: Die Vermarktung der Flächen in der Alten Hauptpost an der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel läuft. Der teilweise unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex offenbarte beim Besuch ein paar wundervolle Geheimnisse.

Kassel. Die Uhr an der Wand tickt noch. Sie zeigt 13.05 Uhr. Doch kein „Mahlzeit“ wird auf den langen Gängen gemurmelt, den großen Töpfen in der stillen Küche entsteigt kein verheißungsvoller Duft. Die Eleganz der Ödnis herrscht in der ehemaligen Kantine. Und auch aus der Sporthalle im selben Gebäudekomplex ist kein Mucks zu hören. Viele Jahre ist es her, dass man sich hier das magentafarbene Leibchen überstreifte und den Hallenboden unterhalb der Zuschauer-Empore mit quitschenden Sohlen beackerte.

Perfekte Räumlichkeiten für eine Gastronomie, Architekturbüros oder Startups mit dem Sinn für das gewisse Etwas. Oder wird vielleicht sogar die documenta im kommenden Jahr hier Teile ihrer Weltkunstschau zeigen? Die Vermarktung der Flächen durch die Geschäftsführung der Eigentümergesellschaft, SABIV Treuhand und Verwaltung GmbH (Jena) und die in Kassel ansässige Jordan Immobilien Group läuft auf Hochtouren.

8.600 Quadratmeter Gesamtfläche bietet der Gebäudekomplex mit historischem Teil Bauten aus den frühen 1970er Jahren zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Bürgermeister-Brunner-Straße, Akazienweg und Karthäuser Straße. Der Kasseler Immobilienmakler Jens Jordan steht in aussichtsreichen Gesprächen mit Großmietern für zunächst einmal 5.000 Quadratmetern für das historische Gebäude, das 1904 mit prunkvollen Renaissance-Elementen erbaut wurde und als Oberpostdirektion im Jahre 1906 eröffnet wurde.

„Das besondere am Objekt ist natürlich die historische Bausubstanz“, schwärmt Jens Jordan beim Streifzug durchs Gebäude: Schmiedeeiserne Geländer in den verschiedenen Haupt-Treppenhäusern, Fischgrät-Parkett und Terrazo-Böden sowie imposante Türverkleidungen sind Zeugen längst vergangener Zeiten.

Hinter den teils schon entfernten Deckenverkleidungen der bis zu vier Meter hohen Räume kommen kilometerlange Kabelstränge zum Vorschein. „Das Gebäude wurde zu 100 Prozent von der Telekom genutzt“, berichtet Jordan. Nach dem Auszug der Poststelle im Erdgeschoss Ende 2020 ist hier nun alles leer. Doch der Immobilien-Experte sieht gute Chancen, dass das nicht lange so bleibt. „Wir können hier mit Vielseitigkeit punkten: Ob Büros mit oder ohne Kundenverkehr, extrem großzügige Konferenzräume, Lager- oder Logistikflächen – hier ist unter einem Dach alles möglich.“ Dazu sind erhebliche Investitionen in die Immobilie und die technischen Anlagen geplant und wurden teilweise bereits umgesetzt. Ziel der Eigentümergesellschaft ist die Wiederbelebung und Revitalisierung der Immobilie unter Erhaltung und Einbindung des Denkmalschutzes bei der Renovierung und Umgestaltung der vorhandenen Flächen.

Die wahre Größe der Immobilie erschließt sich erst, wenn man durch die Tordurchfahrt schreitet, durch die einst die Postkutschen einfuhren. Oder wenn man den imposanten Balkon über dem Portal betritt, der einen Blick weit über die Stadt hinaus bietet.

Starkes Interesse für Gastro und Events

„Eine Gastronomie in der alten Poststelle mit direktem Zugang zum Platz wäre natürlich eine denkbare Nutzung“, so die Einschätzung nicht nur von Jens Jordan. Auch die eingangs beschriebenen Gebäudeteile „Kantine“ und „Sporthalle“ haben schon das Interesse von Veranstaltern und Gastronomen geweckt.

Zunächst gelte es, die großen Büro-Flächen zu vermieten. „Nach Monaten von Home-Office und Kurzarbeit zieht die Nachfrage der Firmen nach Flächen in Kassel nun deutlich an – das hängt in diesem Fall sicher auch mit der perfekten Lage zwischen Mitte und Vorderem Westen sowie den guten Verkehrsanbindung, der Infrastruktur des Stadtteils sowie den eigenen Parkmöglichkeiten zusammen“, stellt Jens Jordan eine ganze Reihe von Pluspunkten der Immobilie heraus.

Ob funktional oder repräsentativ: Das Gebäudeensemble „Office Point Kassel“ (unter diesem Namen werden dem die Flächen vermarktet) biete großartige Möglichkeiten.

Rubriklistenbild: © Harry Soremski

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