1. lokalo24
  2. Lokales
  3. Kassel

Fügt sich perfekt ins „Bühnenbild“ Bergpark ein

Erstellt:

Kommentare

An die Schaufeln, fertig, los: (v. li.) Heidrun Reisch (Niederlassungsleitung LBIH Nord), Professor Claus Anderhalten (Anderhalten Architekten, Berlin), Prof. Dr. Martin Eberle (Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel), Ayse Asar (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst) und Axel Schäfer (LBIH, Projektleiter).
An die Schaufeln, fertig, los: (v. li.) Heidrun Reisch (Niederlassungsleitung LBIH Nord), Professor Claus Anderhalten (Anderhalten Architekten, Berlin), Prof. Dr. Martin Eberle (Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel), Ayse Asar (Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst) und Axel Schäfer (LBIH, Projektleiter). © Harry Soremski

Spatenstich für Neubau eines zentralen Betriebs- und Wirtschaftshofs auf der Wilhelmshöhe.

Kassel. „Da haben wir alle aber Glück gehabt, dass das Projekt bei uns noch da war – irgendwo im Keller vergraben“, schmunzelte Professor Claus Anderhalten am Mittwoch beim Spatenstich für den Neubau eines Gartenbetriebshofs auf der Wilhelmshöhe. In der Tat: Bereits seit 2011 gibt es die Pläne für diesen Neubau, damals setzte sich das Berliner Büro Anderhalten Architekten mit seinem Entwurf in einem Wettbewerb gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Jetzt geht es endlich an die Realisierung, bis 2024 soll das Gebäude stehen. Mit dem symbolischen Spatenstich haben Staatssekretärin Ayse Asar, Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), und Heidrun Reisch, Leiterin der Niederlassung Nord des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), den Baustart für den Neubau eines Gartenbetriebshofs im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe eingeleitet. Insgesamt 11 Mio. Euro stellt das Land für den Bau des Gebäudes zur Verfügung.

„Der Bergpark Wilhelmshöhe nimmt einen ganz besonderen Platz im reichen Kulturerbe Hessens ein und ist als UNESCO-Weltkulturerbe ein Aushängeschild der Museumslandschaft Hessen Kassel. Eine solche Anlage benötigt intensive Pflege; deswegen freue ich mich, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bald ein zeitgemäßer und zentraler Betriebs- und Wirtschaftshof zur Verfügung steht“, so Staatssekretärin Ayse Asar. Mit dem Sieger-Entwurf lege das Berliner Architekturbüro Anderhalten eine Lösung vor, wie sich ein selbstverständlich in die Topographie einfügendes Bauwerk gestalten und umsetzen lässt. „Bis zum heutigen Spatenstich mussten jedoch einige Hürden genommen werden. Um den hohen Besucherzahlen gerecht zu werden, wurde der angrenzende Parkplatz Wilhelmshöhe vorrangig realisiert. Auch mussten wir uns mit der Oberen Naturschutzbehörde abstimmen, da das Baugrundstück Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist. Die Mühen haben sich aber gelohnt“.

„Wir sind froh und dankbar, dass der Neubau eines Gebäudes für unsere Gartenabteilung im Bergpark Wilhelmshöhe nun endlich starten kann. Die aktuellen Räume im historischen Marstallgebäude sind längst nicht mehr angemessen, erklärte Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der MHK. Er zeigte Verständnis dafür, dass das Land Hessen erst einmal den Bau des Museums in Darmstadt abschließen wollte; auch die umfangreichen Gespräche hinsichtlich der geforderten Ausgleichsflächen hätten zu der „doch ungewöhnlichen“ Verzögerung zwischen Planung und Realisierung beigetragen. „Der LBIH ist mit dem Neubau einer modernen Betriebsstätte Im Bergpark Wilhelmshöhe beauftragt. Nachdem das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen und die Baugenehmigung für den Neubau des Gartenbetriebshofes erteilt ist, freuen wir uns, dass das Projekt nun in die nächste Phase starten kann,“ teilt Heidrun Reisch, Leiterin der LBIH-Niederlassung Nord, mit.

Der rund 3.100 Quadratmeter umfassende Betriebshof für die Gartenabteilung auf der Wilhelmshöhe ist mit einer Halle für Großgeräte, Werkstätten für Schreinerei- und Schlosserarbeiten, Sozialräumen und einem Maschinenlager geplant. Zur inneren und äußeren Erschließung des Neubaus gehören Lagerflächen, Zufahrten und die Stellplätze für die Betriebsangehörigen. Der Neubau wird im nordwestlichen Bereich oberhalb des Parkplatzes Wilhelmshöhe errichtet, passt sich in den Hang Richtung Ochsenallee ein und wird von oben mit Gras begrünt. „Vom Herkules und von anderen erhöhten Standorten im Bergpark aus wird das Gebäude nicht zu sehen sein“, bekräftigt Claus Anderhalten. So stört es nicht die Blickachsen in der Welterbestätte Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen unterschiedlichen „Bühnenbildern“, auf denen das monumentale Wassertheater inszeniert wird.

Der Entwurf mag etwas in der Schublade gelegen haben, energie- und umwelttechnisch wurde er natürlich auf den neuesten Stand gebracht.

Auch interessant

Kommentare