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Speedmarathon: 1.004 Verstöße, davon sechs Fahrverbote

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Beim Speedmarathon 2022 wurden in Nordhessen 24.725 Fahrzeuge gemessen. Es gab 1.004 Verstöße. Sechs Fahrer erwartet ein Fahrverbot. © Archiv

Speedmarathon 2022: Nordhessische Polizei zieht positive Bilanz 

Nordhessen. Der am Donnerstag durchgeführte europaweite Speedmarathon verfehlte auch in Nordhessen nicht seine Wirkung: Die meisten Verkehrsteilnehmer hielten sich an die vorgegebene Geschwindigkeit an den 55 Messstellen. Die Zahl der Temposünder lag wieder deutlich unter denen, die an üblichen Tagen ertappt werden.

Es zeichnete sich jedoch bereits gestern Nachmittag die Tendenz ab, dass die im Vorfeld angekündigten Messstellen offenbar nicht zu allen Verkehrsteilnehmern durchgedrungen waren. Dennoch fuhren nur 4,1 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell. Damit liegt die Quote unter der aus den vergangenen Jahren.

Das Ergebnis zeigt, dass der Speedmarathon auch in unserer Region ein Erfolg war. Die Polizei stellte an den Messstellen fest, dass die Aktion fast ausnahmslos positiv von den Verkehrsteilnehmern aufgenommen wurde. Auch ertappte Temposünder zeigten sich dabei überwiegend einsichtig. In unzähligen Gesprächen konnten die Beamten den Fahrern die schlimmen Folgen von Unfällen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit ins Bewusstsein rufen.

24.725 Fahrzeuge gemessen - 1.004 Verstöße, davon sechs Fahrverbote

Am Ende der 16 Stunden Speedmarathon waren 24.725 Fahrzeuge durch die 55 Messstellen in Stadt und Landkreis Kassel sowie den Landkreisen Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner gefahren. In 1.004 Fällen zeigten die verschiedenen zum Einsatz gebrachten modernen Messtechniken zu hohe Geschwindigkeiten an. Die Überschreitungsquote von 4,1 Prozent liegt unter dem Wert der Vorjahre. Beim letzten Speedmarathon 2021 waren 4,3 Prozent, davor im Jahr 2019 5,3 Prozent auf nordhessischen Straßen zu schnell unterwegs (zur

Erklärung: Im Jahr 2020 fand pandemiebedingt kein Speedmarathon statt). Der Großteil der Tempoüberschreitungen, 878 an der Zahl, bewegte sich im unteren Bereich von Verwarngeldern bis 55 Euro. 126 Fahrer waren mit höheren Geschwindigkeiten gemessen worden und müssen nun mit einem Punkt in Flensburg und Bußgeldern rechnen. Sechs Verkehrsteilnehmer waren deutlich zu schnell, weshalb sie nun Fahrverbote erwarten.

„Traurige Spitzenreiter“ waren deutlich zu schnell

Mehrere „traurigen Spitzenreiter“ überschritten die Höchstgeschwindigkeit mehr als deutlich: Auf der B 7 bei Vellmar waren zwei Autofahrer mit 189 und 160 km/h anstatt der erlaubten 100 Stundenkilometer gemessen worden. An der Kontrollstelle auf der L 3215 bei Schauenburg überschritt ein Verkehrsteilnehmer die dort erlaubten 100 km/h um 64 Stundenkilometer. Auf der Ihringshäuser Straße in Kassel zeigte das Messgerät bei einem Autofahrer 85 Stundenkilometer anstelle der erlaubten 50 km/h an. Ebenfalls deutlich zu schnell war ein Verkehrsteilnehmer auf der B 253 im Schwalm-Eder-Kreis am Abzweig Rothelmshausen in Richtung Bad Wildungen, der bei erlaubtem Tempo 70 mit 109 km/h unterwegs war.

Autofahrer flüchtet in Eschwege vor Polizei

In Eschwege flüchtete in den Mittagsstunden ein 25-jähriger Autofahrer vor der Polizei, der verfälschte Kennzeichen an seinem nicht versicherten Pkw angebracht hatte. Die Flucht endete in einer Sackgasse, wo der Mann am Steuer festgenommen werden konnte. Wie sich bei der anschließenden Kontrolle herausstellte, stand der 25-Jährige unter Drogeneinfluss und hatte keinen Führerschein. Darüber hinaus fanden die Polizisten noch eine geringe Menge Amphetamine in seinem Fahrzeug.

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