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Sie spielt gern mit Klischees: Kasseler Social-Media-Größe Mia Morgan hautnah

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Von: Ulf Schaumlöffel

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„Online Babe“: Lisa Marie alias Mia Morgan polarisiert und provoziert mit ihren Posts im Social Web. © Schaumlöffel

Derzeit begeistert Mia gerade mit ihrer noch unveröffentlichten literarischen Abhandlung „Jungs/Männer, mit denen ich Sex/Nichts hatte“, mit der die 23-Jährige gerade auf Lesetour ist.

Kassel. Sie spielt gern mit Klischees, provoziert, zeigt auch mal auf ihren Social-Media-Accounts ihre Brüste und begeistert gerade mit ihrer noch unveröffentlichten literarischen Abhandlung „Jungs/Männer, mit denen ich Sex/Nichts hatte“, mit der die 23-Jährige gerade auf Lesetour ist. Die Rede ist von der Kasseler Szenegröße, Feminismus-Aktivistin und Social Media Star Mia Morgan. Im wirklichen Leben heißt sie Lisa Marie. Aber alle nennen sie nur Mia. Aufgewachsen im Internetzeitalter begeisterte sich die Kasselerin schon früh für eine Online-Präsenz. Mit einer Seite für Kinder fing alles an. Da sie gern fotografiert und schreibt, lässt sie sich schon seit einiger Zeit auf ihrem Facebook- und Instagram-Account (über 3.700 Follower) über ihre Erlebnisse und Beobachtungen aus. Und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Denn Mia ist sowas wie eine moderne Pippi Langstrumpf. Sie macht, was ihr gefällt. „Ich mache, worauf ich Bock hab“, so Lisa, die sich in keine klassische Schublade stecken lassen will. Bock hatte sie nun, ihre Erlebnisse in einem 36 Seiten dicken Werk aufzuschreiben. „Das ist aber weniger eine Aneinanderreihung von Schwanzrezensionen, sondern die literarische Bewältigung meiner Vergangenheit, die durch unerwiderte Liebe und der daraus resultierenden Entscheidung „Wenn du mich nicht willst, soll mich jeder haben!“, geprägt wurde, und sich besser liest, als sie sich damals lebte, „berichtet der Social-Media Star. Und: „Was kann man besseres aus schlechten Erfahrungen machen als gute Stories.“ Gesagt. Getan! Bei zwei Lesungen begeisterte sie bereits ihre Fans. Und gewann dadurch natürlich auch weitere hinzu. Nun sucht die Künstlerin, die im Oktober ein Studium der Visuellen Kommunikation beginnen möchte, gerade nach einer Möglichkeit, das Werk zu publizieren. In ihrem kleinen Buch hat sie ihre Erlebnisse überspitzt aufgeschrieben.

„Es handelt sich dabei aber um meine Geschichte.“ Und wie reagiert ihr Umfeld auf ihre teils pornografischen und provokanten Bilder/Texte? „Mein Freund findet es gut und unterstützt mich. Meine Eltern sagen dagegen: Warum muss alles immer so sexy sein“, so Mia, die sich selbst als aufmerksamkeitsgeil und manchmal nervig bezeichnet, wie sie u.a. auch unserem aktuellen Monatsmagazin BRAUSER  berichtet. Und wieweit weicht die private Mia von der inszenierten Social-Media-Mia ab? „Gar nicht. Ich glaube, weil ich mir erlaube absichtlich vielfältig – zurückhaltend und extrovertiert und laut und leise zugleich – zu sein. Der einzige Unterschied ist, dass ich denke, dass Leute die mich nicht persönlich kennen, mich für aufbrausender halten als ich tatsächlich bin.“ Mehr von Mia gibt es hier

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